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Sylter Rundschau

16. Dezember 2017 | 09:00 Uhr

Ab nächstem Jahr soll gebaut werden

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Genossenschaft Bastianplatz ist seit Mitte Juli offiziell anerkannt / Für das gemeinschaftliche Wohnprojekt werden vor allem noch Familien gesucht

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Westerland | Wenn man von einem Projekt länger nichts hört, muss das nichts Schlechtes heißen. Im Falle der privaten Wohnungsgenossenschaft Bastianplatz bedeutet es vor allem viel fleißige, ehrenamtliche Arbeit im Hintergrund. Das gemeinsame Ziel: bezahlbarer Wohnraum für Menschen unterschiedlichster Generationen in einer lebendigen und verlässlichen Nachbarschaft. Ein Ziel, dem die Genossenschaft Schritt für Schritt näher kommt.

Seit Mitte Juli ist sie offiziell anerkannt und kann nun alle erforderlichen Verträge abschließen, um die auf fünf Häuser verteilten 40 Wohnungen mit Größen von 47 bis 94 Quadratmetern zu realisieren und zu finanzieren. "Mitte August wird der Architekt die Grundrisse vorlegen, damit jedes Mitglied seine persönlichen Wünsche äußern kann. Ende September soll dann der Bauantrag gestellt werden, damit nach Ausschreibung der Bauleistungen und der konkreten Finanzierung möglichst im Februar der erste Spatenstich erfolgen kann", beschreibt Projektleiter Ferdinand Borchmann-Welle (TING Projekte GmbH) den weiteren Zeitplan. Mitte 2015 - so die Hoffnung - soll das neue Wohnquartier, zu dem auch 56 kommunale Mietwohungen sowie zehn Hausscheiben gehören - dann mit Leben erfüllt werden.

Und obwohl ein Jahr nach dem Startschuss des Projektes erst etwa 30 Wohnungen fest vergeben sind, machen sich Projektleiter, Vorstand und Aufsichtsrat keine Sorgen, bei Baubeginn alle Wohnungen an den Mann gebracht zu haben. "Ich denke, dass wir dann, wenn die Leute sehen, dass etwas passiert, eher eine Warteliste haben werden." Noch werden für den erwünschten und mit der Gemeinde vereinbarten Mieter-Mix jedoch vor allem junge Familien gesucht, die auf die Vorzüge des Projektes gegenüber normalen Mietwohnungen setzen. Und dazu gehören eine eigentümerähnliche Wohnsicherheit und gleiche Mitsprachemöglichkeiten, ein lebenslanges Nutzungsrecht, eine dauerhaft günstige Miete und eine stabile Altersvorsorge.

Erworben wird all das durch die Genossenschaftseinlage, die sich nach dem Einkommen des Mitgliedes und der Größe der Wohnung richtet. Inhaber eines "echten" Wohnberechtigungsscheins zahlen 400 Euro je Quadratmeter, das Maximum liegt bei 700 Euro/m2. Die Mieten werden voraussichtlich von 5,50 bis 10,50 Euro pro Quadratmeter reichen, wobei höchstmögliche Energieeffizienz für möglichst geringe Heizkosten sorgt. Die Einlagen der Mitglieder dienen der kleinen privaten Genossenschaft als Eigenkapital (17 Prozent) für das 7,9-Millionen-Euro-Projekt. Der Rest wird größtenteils durch günstige öffentliche Kredite finanziert. Borchmann-Welle: "Außerdem ist es auch eine Art Vermögensbildung, da der Wert der Einlage mit dem der Häuser steigt."

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