Orkanartige Böen an der Nordsee : Sturmtiefs Christian und Daniel: So stürmisch wird es auf Sylt

Avatar_shz von 30. November 2021, 13:07 Uhr

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Hans und Ingrid Martin vom Bodensee lassen sich am Brandenburger Strand durchpusten.
Hans und Ingrid Martin vom Bodensee lassen sich am Brandenburger Strand durchpusten.

Einige Urlauber trotzen dem Sturm, der bereits am frühen Dienstagmorgen aufkam. Die Wetterlage soll bis in die Nacht auf Donnerstag anhalten. Das sind die Aussichten.

Sylt | Eine Tüte wirbelt durch die Luft, Verkehrsschilder wackeln und feiner Sand weht geradewegs in die Augen: Am Dienstag, fegte Tief Christian bereits über Sylt. Schwere Sturmböen von etwa 90 Kilometern pro Stunde fetzten über die Insel. Einige Spaziergänger ließen sich trotzdem am Strand durchpusten. Weiterlesen: Schneeregen bis Sonne satt: So wird das Wetter rund um den ersten Advent 2021 auf Sylt Vom Bodensee in den Sylter Sturm „Deswegen sind wir hier. Das ist toll“, sagt Ingrid Martin fröhlich. Sie und ihr Mann Hans Martin sind am Samstag auf die Insel gereist – nach vielen Jahren Sylt-Pause. „Es hat sich vieles auf Sylt verändert, aber wir sind froh, wieder hier zu sein“, sagt Hans Martin. Es hat sich vieles auf Sylt verändert, aber wir sind froh, wieder hier zu sein. Das Paar bleibt noch bis zum Wochenende. „Kürzer als eine Woche lohnt sich die Tour von unten nicht“, erklärt seine Frau. Nächstes Mal könnten sie sich vorstellen, auch mit dem Wohnmobil zu kommen, dann aber eher zu wärmeren Jahreszeiten. Gegen Nachmittag soll das Sturmtief in Richtung Polen weiterziehen, doch der nächste Kandidat wartet schon vor der Tür. „Morgen erwartet uns Sturmtief Daniel, der orkanartige Böen bis zu 105 Stundenkilometer mit sich bringt“, erklärt Meteorologe Ronny Büttner von der Wetterwelt in Kiel. Morgen erwartet uns Sturmtief Daniel, der orkanartige Böen bis zu 105 Stundenkilometer mit sich bringt. So frischt der Wind bereits am Mittwochmorgen, 1. Dezember, mit stürmischen Böen wieder auf, die sich im Verlaufe des Tages schubweise verstärken. Hinzu kommt ein besonderes Phänomen, sagt Büttner: „Gegen Nachmittag könnte der Kern des Tiefs über Sylt ziehen. Dann nimmt der Wind ab und es wird beinahe windstill.“ Orkanartige Böen bis zu 105 km/h Jedoch nicht lange: „Gegen Abend nimmt der Wind wieder deutlich zu. Dann befinden wir uns an der Rückseite vom Tief und es erwarten uns orkanartige Böen bis zu 105 Stundenkilometer“, so der Meteorologe weiter. Die Gefahr einer Sturmflut bestehe jedoch nicht, entwarnt Büttner. Der Wind dreht zu oft, sodass wir einen Wasserstand von 70 bis 100 Zentimetern über dem mittleren Hochwasser erwarten. Zu einer Sturmflut kommt es erst ab 150 Zentimetern. „Der Wind dreht zu oft, sodass wir einen Wasserstand von 70 bis 100 Zentimetern über dem mittleren Hochwasser erwarten. Zu einer Sturmflut kommt es erst ab 150 Zentimetern.“ Weiterlesen: Diese drei Hotels auf Sylt gehören zu den 25 besten in Deutschland Nach zwei Tagen Extrem-Sturm entspannt sich die Wetterlage in der Nacht zu Donnerstag, 2. Dezember: „Es wird wechselhaft, aber die Sturmlage beruhigt sich deutlich“, so der Meteorologe. Donnerstag gebe es sogar Chancen auf Sonne, während sich Freitag, 3. Dezember, wieder mehr Wolken und stürmische Böen anbahnen. Auch am zweiten Adventswochenende wird es ungemütlich: „Die Temperaturen sinken auf ein bis drei Grad und es wird nasskalt.“ ...

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