9000 Fahrgäste ohne Fahrer

Bei der Fahrt durch Keitum sitzt mit Chief-Operator Martin Wopat oder einem seiner Kollegen immer ein SVG-Mitarbeiter mit im autonom fahrenden Bus.
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Bei der Fahrt durch Keitum sitzt mit Chief-Operator Martin Wopat oder einem seiner Kollegen immer ein SVG-Mitarbeiter mit im autonom fahrenden Bus.

Sylter Verkehrsgesellschaft zieht positives Resümee ihres autonom fahrenden Busses

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05. September 2019, 16:01 Uhr

Keitum | Ein positives Fazit der ersten fünf Monate mit dem autonom fahrenden Bus in Keitum hat die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) gezogen. Am Gründonnerstag, 18. April, wurde das Modell des französischen Herstellers Navya in Keitum in Betrieb genommen. Der Zwölfsitzer wird seitdem auf einer einprogrammierten Strecke mit zwölf Haltestellen im öffentlichen Verkehr in Keitum eingesetzt. Bei zwölf Fahrten und 80 bis 100 Fahrgästen pro Tag legte der Bus bisher bereits mehr als 3000 Kilometer zurück und beförderte mehr als 9000 Fahrgäste.

Immer mit an Bord bei den Fahrten ist ein sogenannter Operator, der, sollte ein Hindernis auf der Fahrbahn sein und der NAF-Bus aus Sicherheitsgründen anhalten, immer direkt eingreifen kann. Mitte Juni war der Hersteller Navya erneut auf der Insel und hat die Strecke nachgemessen und am Kreisverkehr die noch fehlenden Landmarker aufgestellt, an denen sich der Bus nun orientiert. Außerdem wurden drei weitere Operatoren erfolgreich ausgebildet – damit sind nun insgesamt sechs Operatoren im Einsatz. Kleinere technische Probleme konnten über die Navya-Fernwartung behoben werden. Das Projekt wird sehr gut von Touristen und Einheimischen angenommen, heißt es in einer SVG-Pressemitteilung. Der NAF-Bus bleibt auch über die Wintersaison von Dienstag bis Sonnabend mit einem den Witterungsverhältnissen angepassten und eingeschränkten Fahrplan im Einsatz. Die Nutzung ist weiterhin kostenfrei.

Die SVG ist als einer von acht Projektpartnern des Kooperationsprojektes NAF-Bus (Nachfragegesteuerter autonom fahrender Bus) einen weiteren Schritt Richtung Zukunft unterwegs. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ unterstützt und soll Ergebnisse hervorbringen, wie die Automatisierung des Straßenverkehrs in ländlichen Räumen funktioniert.

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