800 Promis feiern "Atlantic"-Neueröffnung

Die Fassade des Hotels an der Alster strahlt wieder. Foto: dpa
Die Fassade des Hotels an der Alster strahlt wieder. Foto: dpa

Dauerresident Udo Lindenberg: "Hoch die Tassen - Atlantic Forever"

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24. August 2012, 09:18 Uhr

Hamburg | Das Hamburger Grandhotel "Atlantic" hat seine Krise überwunden und erstrahlt nach zweieinhalbjähriger Restaurierung in neuem, altem Glanz. "Wir wollen unserem Ruf als traditionell gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt wieder gerecht werden", sagte Direktor Peter Pusnik gestern zur großen "Wiedereröffnung". 800 Prominente feierten am Abend die Wiederauferstehung, angeführt von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und "Atlantic"-Dauerresident Udo Lindenberg.

2008 hatte es schlecht gestanden um den weißen Prunkbau an der Außenalster. Das Schild mit den fünf Sternen mussten die Hotelchefs abschrauben, weil das Haus die hohen Anforderungen nicht mehr erfüllte. Auch die Zugehörigkeit zu den "Leading Hotels of the World" war futsch. Eine Negativschlagzeile jagte die andere: 2010 erstickte Hotel-Eigner Dieter Bock (71) ausgerechnet im "Atlantic" an einem Steak. Und selbst das lebende Inventarstück Udo Lindenberg nuschelte von einem Umzug ins moderne "Royal Meridian" ein paar hundert Meter weiter nördlich am Alsterufer.

Alles vergessen. Der Panikrocker blieb und gratulierte gestern standesgemäß: "Hoch die Tassen - Atlantic Forever." Lindenberg, so ist zu hören, soll innerhalb des Hotels eine neue Bleibe finden - und wird dabei in jedem Fall alles frisch und neu vorfinden.

Seit Januar 2010 waren während des laufenden Betriebs nicht nur Lobby, Festsäle, Flure und Restaurants grundlegend saniert worden, auch alle 215 Zimmer und 30 Suiten erfuhren eine "Kernsanierung". Rund 30 Millionen Euro flossen in die Verjüngungskur für die zur Kempinski-Gruppe gehörende Luxusherberge. Die fünf Sterne bekam das "Atlantic" bereits während der Renovierung vor einem Jahr zurück - sogar mit dem Zusatz "Supérieur".

Der neue Einrichtungsstil setzt auf einen Mix aus Klassik und Moderne, angereichert mit einem Schuss hanseatischer Seefahrts-Atmosphäre. Und: Mit der Grunderneuerung ist das Hotel, das 1909 für Erste-Klasse-Passagiere der großen Atlantik-Schiffe eröffnet wurde, auch medial im Heute angekommen. Auf der Zubehör der Sanierer stehen auch 120 WLan-Access-Points und 470 iPod-Sounddocks.

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