Toter auf Sylt : 62-Jähriger stirbt beim Baden vor Hörnum

Zwei leere Phosphor-Fässer sind am Donnerstagnachmittag an den Hörnumer Strand gespült worden.
Zwei leere Phosphor-Fässer sind am Donnerstagnachmittag an den Hörnumer Strand gespült worden.

Ein Mann ist am Montagmittag aus der Nordsee im Inselsüden gezogen worden. Kriminalpolizei ermittelt.

shz.de von
22. August 2016, 15:08 Uhr

Hörnum | Ein 62-Jähriger ist heute beim Baden vor Hörnum gestorben. Er sei der erste, der in diesem Jahr auf der Insel Sylt im Meer ums Leben gekommen ist, sagte der Westerländer Wehrführer Jörg Elias. „Wir hatten bisher großes Glück.“ Rettungskräfte hatten erfolglos versucht, den Mann im Inselsüden zu reanimieren, nachdem sie ihn aus dem Wasser gezogen hatten, sagte der Hörnumer Wehrführer Dieter Mordhorst. „Vermutlich ist er ertrunken – er hatte sehr viel Wasser in der Lunge.“ Aber auch ein Herzinfarkt könne als Todesursache zunächst nicht ausgeschlossen werden. Im Wasser treibend war der Urlauber –  rund zehn Meter vom Strand entfernt – von einem Verwandten entdeckt worden. Rettungsschwimmer und DLRG zogen den Bewusstlosen aus dem Wasser. Starke Strömung oder besonders viel Wind hatte es an der Südspitze der Insel am Montag nicht gegeben. Ein Leichenwagen sollte den Toten im Laufe des Nachmittags abholen. Acht Retter waren am Montag im Einsatz. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.  

Die Sommersaison  an  Schleswig-Holsteins  Nord-und Ostseestränden ist laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)– bis auf den Toten vor Sylt – bislang ohne tödliche Badeunfälle verlaufen. Mehrere Notfälle, in denen es um Leben und Tod ging, habe es jedoch gegeben, sagt Thies Wolfhagen, Geschäftsführer des Landesverbandes der DLRG, in Eckernförde.

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