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Betreuung : 43 Stunden pro Woche: Konzept für Offene Ganztagsschule steht

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Bis zum Frühsommer werden die Bauarbeiten noch andauern. Was Kindern und Eltern in der neuen, Offenen Ganztagsschule in Tinnum danach geboten wird, wurde jetzt im Schulausschuss vorgestellt. Ein Konzept, mit dem die Eltern "sehr zufrieden" sind.

Tinnum | Nach dem Unterricht macht jeder erst nur das, was er will. Anschließend gibt es Mittagessen und wenn danach die Hausaufgaben (in der ersten und zweiten Klasse ist dafür eine halbe, in der dritten und vierten Klasse eine ganze Stunde vorgesehen) erledigt sind, haben die Kleinen nochmals eine Stunde Freizeit, bevor um 14.30 Uhr ihre Arbeitsgruppen starten. Die dritten und vierten Klassen sind schon wegen ihres längeren Unterrichts mit allem ein bisschen später dran und wechseln nach den Hausaufgaben direkt in die Nachmittagsprojekte.
Testphase vorab geplant

Im Schulausschuss der Gemeinde Sylt-Ost wurde jetzt das Konzept der Tinnumer Offenen Ganztagsschule vorgestellt. Sie soll montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr sowie freitags bis 14 Uhr geöffnet sein und somit bis zu 43 Stunden pro Woche Unterricht und Betreuung bieten. Die Planer gehen davon aus, das dort mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 um die 80 Kinder auch noch nach dem offiziellen Schulschluss betreut werden. Vorab, also nach dem Umzug der Schule von Keitum in das zurzeit in Tinnum entstehende Gebäude, ist eine Testphase geplant. Tobias Wahrenburg, Geschäftsführer des Niebüller Vereins für Jugenderholung, der das Konzept in Tinnum umsetzen wird, erklärt: "Vom Umzug bis zu den Sommerferien wollen wir den bisher im Hort betreuten Kindern probehalber einige Arbeitsgruppen anbieten, dabei feststellen, was gut oder auch nicht so gut ankommt und wo eventuell noch organisatorische Schwächen sind."
Kinder können Diskussionskultur lernen

In dem gut 20-seitigen Konzept steht auch, was die Schüler in den Nachmittagsstunden erwartet: Es gibt Zirkus- und Theater-Projekte. Gesellschaftsspiele, Basteln und Werken, Sport (Tanzen, Hockey, Basket- und Baseball, Akrobatik, Schwimmen, Reiten, Laufen) und eine Fahrrad-AG in der ein Fahrradführerschein gemacht werden kann. In einer Arbeitsgruppe "Redezeit" können bis zu zehn Kinder anhand für sie relevanter Themen Diskussionskultur kennen lernen. Bei persönlichen Problemen werden den Schülern auch Einzelgespräche angeboten. Für Familien mit Migrationshintergrund wird es eine Förderung geben, die sich speziell an die Eltern richtet. Deren Ziel soll es sein, dass Unterrichtsinhalte und die Art der Stoffvermittlung auch für Väter und Mütter mit Sprachproblemen verständlich werden.
Genau die richtige Mischung
Außerdem können Schüler der dritten und vierten Klassen in einer Koch-AG lernen, was gesunde Ernährung genau ist und wie man vollwertiges Essen zubereitet. Das alles ist, betont Wahrenburg, ist nur ein Auszug aus dem Angebot: „Wir werden viele verschiedene Aktivitäten haben, die immer von den einen Ferien bis zu den nächsten gewählt werden können.“ Apropos: Die Betreuung wird nicht nur an Schultagen, sondern „auch in einem großen Teil der Ferienzeiten“ angeboten. Die Kosten für die Eltern liegen bei 70 Euro pro Kind und Monat, wobei das Mittagessen zusätzlich mit etwa 2,50 Euro zu Buche schlägt. Ein Preis, den Elternsprecherin Frauke Junker für eine „frisch zubereitete Mahlzeit“ noch angemessen findet. Sie lobt das gesamte Konzept und sagt: „Es ist genau die richtige Mischung aus Freizeit und angeleiteten Aktivitäten. Wir sind sehr zufrieden damit.“

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erstellt am 02.Dez.2008 | 09:11 Uhr

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