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Wohnungsbau : 24 neue Wohnungen für Sylter Lehrer

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Gemeinde Sylt und der Schulverband legen Grundstücke zusammen, um darauf Wohnungen für Lehrer, Landes- und Schulbedienstete zu bauen. Vor 2014 werden die Bagger allerdings nicht ausrücken.

Der Sylter Mietspiegel und das verschwindend geringe Wohnraumangebot der Insel machen auch dem Schulzentrum zu schaffen: Die Kosten für ein Leben auf Sylt schrecken neue Lehrer ab – die Bewerberzahlen sind gering. „Wir haben große Probleme neue Lehrer zu werben und diese dann auch zu halten“, berichtet Regionalschulleiter Dr. Wolf-Dietmar Stein. Auch die Tatsache, dass ein Drittel des Kollegiums pendele, spreche eine deutliche Sprache und gehe zu Lasten des Schulangebots.

Um dieses Problem für die Zukunft zu entschärfen, haben sich die Gemeinde Sylt und der Schulverband nun auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Um den Standort für „Lehrer, Landes- und Schulbedienstete“, so Bürgermeisterin Petra Reiber auf der Sitzung des Schulverbandes, auf Dauer attraktiver zu machen, soll spezieller Wohnraum geschaffen werden. Dazu legen der Schulverband und die Gemeinde jetzt Flurstücke zusammen, um den nötigen Platz für die Schulwohnungen frei zu machen.

Konkret geht es um zwei Grundstücke, die nördlich des Schulzentrums zwischen Kollundweg und Apenrader Straße liegen. Der Schulverband besitzt hier ein 1 4000 Quadratmeter großes Stück Land, der Gemeinde Sylt gehören 2 300 Quadratmeter. Der Schulverband beschloss jetzt seinen Teil der Gemeinde im Wege eines Erbpachtmodells ohne Erbpachtzins zur Verfügung zu stellen, um auf der dann 3 700 Quadratmeter großen Fläche Wohnbebauung zu ermöglichen. Als Gegenleistung für die kostenlose Erbpacht soll dem Schulverband ein Belegungsrecht für Lehrkräfte, Landes- und Schulbedienstete überlassen werden.

Wie der Chef des Kommunalen Liegenschafts-Management Marcus Kopplin den Schulverbandsmitgliedern vorrechnete, könnten bei einer Gesamtwohnfläche von 1 500 Quadratmetern 24 Wohneinheiten à 60 Quadratmetern realisiert werden. Im Endeffekt sollten aber unterschiedliche Wohnungsgrößen entstehen, um verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Wann das Schulzentrum allerdings mit Lehrerwohnungen als Standortvorteil wuchern kann, ist ungewiss. Vor 2014 werden die Bagger am Kollundweg aber mit Sicherheit nicht anrücken: „In diesem Jahr wird das Projekt definitiv noch nicht in die Planungsphase treten“, weiß Horst Kompalka, stellvertretender KLM-Chef.

Die weiteren Vorzeichen für das Projekt stehen bislang gut. Die Baufläche wird im Wohnungsbaukonzept der Gemeinde bereits als Priorität 1-Fläche geführt. „Baurechtlich ist das Gelände unproblenmatisch und der Bau von dieser Seiter her damit schon beschlossen“, argumentiert Gerd Nielsen (SPD). als Vorsitzender des Arbeitskreises für Wohnungsbau.

 

 

 

 

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erstellt am 27.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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