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Nach Hochwasser : 20 Millionen Euro für Flutschäden in Lauenburg

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Als das Hochwasser kam, versprachen Bund und Länder finanzielle Hilfen. Jetzt steht fest: Das gebeutelte Lauenburg wird 0,37 Prozent der Gesamtsumme erhalten.

Lauenburg | Jetzt ist klar, wie der Bund und die Länder die acht Milliarden Euro aus dem Flutopfer-Hilfefonds verteilen werden. 1,5 Milliarden benötigt der Bund für eigene Schäden an eigenen Einrichtungen, die restlichen 6,5 Milliarden sollen in elf Bundesländer fließen. 0,37 Prozent der Summe kommen demnach nach Schleswig-Holstein. Damit stehen für die besonders betroffene Stadt Lauenburg rund 20 Millionen Euro der Hochwasserhilfe zur Verfügung, denn in Geesthacht gab es kaum nennenswerte Schäden. Am 12. Juni wurde in Lauenburg mit einem Pegelwert von 9,64 Metern der zweithöchste Stand aller Zeiten gemessen.
Die Verteilung des Geldes regelt die Rechtsverordnung, auf die sich Bund und Länder gerade geeinigt haben. "Die Rechtsverordnung wird nun zügig durch das Bundeskabinett und den Bundesrat beschlossen", erklärt der Lauenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann, der im wichtigen Haushaltsausschuss des Bundes mitarbeitet. "Bund und Länder haben sich außerdem schon darauf verständigt, zügig nach der Bundestagswahl im September einen neuen finanziellen Topf auf zustellen, aus dem Hochwasserschutzmaßnahmen gefördert werden sollen", berichtet Brackmann.

Bürgermeister hatte auf ein Prozent der Summe gehofft

Bisher summieren sich die Schäden an der Infrastruktur und an privaten Gebäuden und Einrichtungen in Lauenburg auf mehr als 27 Millionen Euro. Aus dem Fonds für die Flutopfer sollen individuelle Schäden bis zu einer Höhe von 80 Prozent be glichen werden, so Brackmann. "Die Kosten des Kreises summieren sich bisher auf 1,6 Millionen Euro, größter geschätzter Anteil ist der Lohnausgleich für die ehrenamtlichen Helfer", sagte er.
Neben dem Geld aus dem Flutopfer-Hilfefonds stehen in Lauenburg auch mehr als 200.000 Euro aus Spenden und Sachmittel zur Verfügung. Außerdem hat die Arbeiterwohlfahrt ein mit 50 000 Euro ausgestattetes Projekt initiiert, das Unterstützung mit dem nötigen Material und praktische Hilfe für Betroffene umfasst.
Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede hatte bisher auf ein Prozent der Summe des Hilfefonds gehofft - das wären 80 Millionen Euro für die Stadt gewesen. Mit dem überschüssigen Geld hätte Thiede gerne dringend nötige Projekte zum Hochwasserschutz angeschoben.

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erstellt am 01.Aug.2013 | 10:21 Uhr

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