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Sylter Rundschau

22. August 2017 | 07:59 Uhr

19 Einsätze für die Wasserretter

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Wasserrettung der Westerländer Wehr zieht Bilanz – und übt Kritik

Wenn es auf der Nordsee kritisch wird, sind sie zur Stelle: 19 Mal war dies im vergangenen Jahr der Fall, bilanzieren die Mitglieder der Wasserrettung der Freiwilligen Feuerwehr Westerland, die dort als eigene Löschgruppe geführt wird. Einer der kritischsten Einsätze 2013: Bei Dunkelheit und eiskaltem Wind wurden im Lister Königshafen drei Personen vermisst – die Einsatzkräfte der Wasserrettung machten sich auf die Suche nach drei entkräfteten Meeresbiologen.

Auch abgetriebene Segler, Surfer und Schwimmer, die sich überschätzt hatten, wurden von den ehrenamtlichen Einsatzkräften vor Schlimmerem bewahrt. „Der herzliche Dank der Geretteten ist für uns immer wieder aufs Neue Motivation“, unterstreichen Gruppenführer Christian Strauch und sein Stellvertreter Arne Junker.

Derzeit 18 Mitglieder – neue Mitglieder sind gern gesehen – gehören der Wasserrettung an, die in Extremfällen um bis zu 40 Kameraden aus der Feuerwehr aufgestockt werden kann. Regelmäßige Übungen, auch mit der gesamten Wehr oder dem DRK, halten die Retter dabei fit.

„In vielen theoretischen und noch mehr praktischen Stunden wurde insbesondere das Retten in der Brandung mit Leine, Gurt und Rettungsbrett geübt. Außerdem erwarben sechs Kameraden den Bootsführerschein, vier Kameraden wurden vom DRK Sylt zu Sanitätern ausgebildet und ein weiterer Kamerad von der DLRG zum Rettungsschwimmer“, erläutert Arne Junker.

Defizite gibt es hingegen noch bei der Ausrüstung: „Die ausstehende Entscheidung in der Gemeinde Sylt lässt eine Beschaffung der so dringend benötigter Rettungsmittel nicht zu. So mussten wir Jetski, Schlauchboot, Rettungsbrett und Schutzausrüstungen aus privaten Mitteln und durch Spenden anschaffen“, berichtet Christian Strauch.

Mit Bestürzung nahmen die Wasserretter den Sabotageakt an den Rettungsbooten der Westerländer Feuerwehr (wir berichteten) zur Kenntnis. Kritische Worte richten sie indes an andere Sylter Einsatzkräfte: „Die Ablehnung einiger Ortswehrführer, die die Wasserrettung der Feuerwehr Westerland bei Einsätzen in ihrem Bereich nicht zuzulassen, hat uns manchmal fassungslos gemacht. Das bedarf sicherlich noch klärender Gespräche auf Führungsebene.“




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erstellt am 07.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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