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DRK-Wasserwacht auf Sylt : 13 Einsätze und ein gerettetes Hundeleben

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die DRK-Wasserwacht blickt auf ein entspanntes Jahr zurück – wünscht sich aber weiterhin finanzielle Unterstützung der Gemeinde.

„Glücklicherweise kam es in diesem Jahr wetterbedingt zu keinen Ernstfällen mit Badenden oder Wassersportlern – doch im nächsten guten Sommer kann das ganz anders aussehen.“ Arne Junker, stellvertretender Gruppenleiter der DRK-Wasserwacht, blickt auf ein weitgehend entspanntes Einsatzjahr zurück.

13 mal rückten die Helfer aus – und retteten dabei zumindest ein Hundeleben: Vor dem Wenningstedter Hauptstrand wurde ein Hund durch starke Strömung abgetrieben – vergeblich versuchten seine Halter, ihn schwimmend zu erreichen. Dank der kurz darauf eintreffenden Wasserwacht konnte der Vierbeiner sicher an Land gebracht werden – mit Freudentränen bedankten sich die Halter (wir berichteten).

Bei den übrigen Einsätzen hatten sich die vermeintlichen Notlagen schnell entschärft: Mal waren es Fehlalarme, mal hatten sich Badende bereits aus eigener Kraft an den Strand retten können, mal wurde statt eines vermeintlichen Schwimmers ein Wasserball geborgen.

„Besonders aufwändig gestaltete sich eine Personensuche im Meer vor Dikjen Deel, an der acht Boote der Wasserwacht, DLRG, DGzRS und des Zolls sowie ein Hubschrauber beteiligt waren – die Koordination lief perfekt“, berichtet Martin Lange, Technischer Leiter der Wasserwacht.

Sehr zufrieden mit der erst vor einem Jahr gegründeten Sparte zeigt sich DRK-Geschäftsführer Karl-Heinz Kroll: „Nicht zuletzt Gruppenleiter Christian Strauch ist es zu verdanken, dass binnen kürzester Zeit eine schlagkräftige Einheit aufgestellt wurde, die zudem auch noch die DRK-Bereitschaft verstärkt.“

Christian Strauch werde sich nun verstärkt um die Mitgliederwerbung kümmern. Denn weitere ehrenamtliche Kräfte zur Unterstützung der derzeit 19 Männer und drei Frauen zählenden Truppe sind gern gesehen. „Auf die Qualität der Ausbildung legen wir dabei besonderes Augenmerk“, betont Kroll und verweist nicht ohne Stolz auf die Qualifikationen der Helfer: So besitzen sieben von ihnen den Rettungsschwimmerschein, sechs erwerben ihn derzeit bei DLRG-Ausbilder Matthias Roßberg. Zwölf Helfer sind Sanitäter, 15 Mitglieder haben den Sportbootführerschein. „Dazu trainiert die Wasserwacht rund ums Jahr jede Woche, um für den Ernstfall fit zu sein. Und auch die Zeit zwischen Alarmierung und Erreichen des Einsatzortes spricht mit durchschnittlich nur sieben Minuten für sich“, lobt Kroll das Engagement der Helfer.

Einziger Wermutstropfen ist das leidige Geld: Noch immer macht der DRK-Geschäftsführer keinen Hehl aus seiner Verärgerung, dass man bis heute vergeblich auf einen Zuschuss in Höhe von 65  000 Euro seitens der Gemeinde warte.

„Das DRK hat in diesem Jahr 220  000 Euro in die Ausstattung der Wasserwacht investiert – nun sind die Mittel aufgebraucht und wir werden bis auf weiteres sowohl für die Wasserwacht als auch für den Katastrophenschutz keine Investitionen tätigen können.“

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