101 Wohnungen für 12,6 Millionen Euro

Beim gestrigen Richftest (kleines Bild: Gewoba-Nord-Geschäftsführer Dietmar Jonscher) zierten noch Stahlskelette den ehemaligen Lister Gemeindesportplatz, bis Ende April des kommenden Jahres entstehen hier 101 Wohnungen für die Mitarbeiter des A-Rosa-Resorts. Foto: Knötzsch
Beim gestrigen Richftest (kleines Bild: Gewoba-Nord-Geschäftsführer Dietmar Jonscher) zierten noch Stahlskelette den ehemaligen Lister Gemeindesportplatz, bis Ende April des kommenden Jahres entstehen hier 101 Wohnungen für die Mitarbeiter des A-Rosa-Resorts. Foto: Knötzsch

Noch ist es eine Baustelle, auf der große Stahlskelette stehen. Bis spätestens Ende April kommenden Jahres sollen auf der ehemaligen Gemeindesportplatz in List jedoch sämtliche Unterkünfte für die Mitarbeiter des Arosa-Hotels fertig sein. Gestern wurde das Richtfest für das erste Gebäude gefeiert.

shz.de von
30. Oktober 2009, 06:58 Uhr

List | Um ihn herum dominierten Kräne, Baufahrzeuge und eine ganze Menge an Stahl das Bild, doch Dietmar Jonscher übte sich gestern Mittag auf dem ehemaligen Gemeindesportplatz in List schon einmal ein klein wenig als Visionär.

"Ich freue mich darauf, wenn hier in naher Zukunft 200 bis 250 Menschen einen ziemlichen Ameisenhaufen mit mächtig viel Betrieb entstehen lassen", verkündete das Vorstandsmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft Gewoba Nord, beim Richtfest für die ersten der 101 Personalwohnungen des Fünf-Sterne-A-Rosa-Resorts List aus luftiger Höhe von einem der bisher errichteten, freilich jedoch noch ziemlich unfertig daherkommenden Stahlskelette.

"Uns ist ein ziemlich enger Zeitrahmen gesetzt", erklärte Jonscher weiter. "Weil das Hotel bereits im nächsten Frühjahr eröffnet werden soll, müssen auch wir mit unserem Bau verdammt schnell fertig werden." Damit der vorgegebene Termin zur Gesamtfertigstellung am 30. April 2010 eingehalten werden kann, setzt die Gewoba Nord, die auf Sylt insgesamt rund 830 Wohnungen in den sechs Inselorten betreut, daher auf ein für sie neues Bauverfahren.

"Es handelt sich um einen vorgefertigten Bau", erläuterte Jonscher. Soll heißen: die Bauteile werden von einer Firma im nordrhein-westfälischen Beverungen gefertigt, nach List transportiert und dort dann verbaut. Ein Konzept, das bisher Früchte trug: "Wir liegen absolut im Zeitplan. Ein paar Tage kostet einen das Wetter allerdings bei jedem Bau immer wieder…"

Noch bevor die letzte der 101 Mitarbeiterwohnungen, von denen 73 über eine öffentliche Wohnraumförderung des Landes Schleswig-Holstein mitfinanziert werden, fertig gestellt ist, sollen bereits im Februar des kommenden Jahres die ersten Mieter in ihr neues Zuhause einziehen. Auf die künftigen Bewohner warten dort dann Zwei-, Drei- oder sogar Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 42 und 110 Quadratmetern. Zusätzlich entstehen auf dem Areal laut Jonscher "mehr als 100 Parkplätze."

Bevor die Gewoba Nord im Frühjahr diesen Jahres den Zuschlag für die Bebauung erhielt, mussten die Verantwortlichen übrigens einiges an Durchhaltevermögen unter Beweis stellen, wie sich Jonscher gestern mit einem Schmunzeln erinnerte: "Die Beurkundung aller Verträge hat neun Stunden gedauert. Das waren um die 80 Seiten, die da verlesen werden mussten. Dem einen oder anderen sind bei diesem langwierigen Prozedere zwischenzeitlich schon mal die Augen zugefallen…"

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