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Serie: So baut Sylt : 100 neue Wohnungen für Insulaner auf dem Bastianplatz

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Baufortschritte auf dem Bastianplatz sind deutlich zu erkennen. Bereits im Dezember können die ersten Mieter der Genossenschaft einziehen.

Die Urlaubssaison geht langsam ihrem Ende entgegen, doch die Bausaison auf der Insel hat derzeit Hochkonjunktur: Fast überall entstehen neue Dauerwohnungen – als Projekte des Kommunalen Liegenschafts-Managements (KLM), als Genossenschaftsmodelle oder in privater Trägerschaft. In der neuen Serie „So baut Sylt“ berichtet die Sylter Rundschau über den aktuellen Stand ausgewählter Bauvorhaben: Heute geht es um den Bastianplatz in Westerland, wo KLM und eine Wohnungsgenossenschaft insgesamt 100 Wohnungen für Sylter errichten.

 

„Alles läuft rund. Wir liegen voll im Zeitplan“, freut sich Ferdinand Borchmann-Welle. „Bereits im Dezember werden die ersten Mieter in unsere Häuser auf dem Bastianplatz einziehen können.“ Zirka sechs bis acht Wochen werde der „fließende Prozess des Einzugs“ dauern, so der Projektleiter der Wohnungsgenossenschaft. Ungefähr Ende Januar sollen dann alle Wohnungen eine neue Heimat ausschließlich für Insulaner geworden sein. In den fünf nahezu kubischen Gebäuden auf dem ehemaligen Westerländer Sportplatz entstehen 40 moderne Neubauwohnungen in Größen von zwei bis fünf Zimmern, mit Wohnflächen von 46 bis zu 95 Quadratmetern.

33 Wohnungen seien mit Landesmitteln öffentlich gefördert – dadurch könnten für Sylter mit Wohnberechtigungsscheinen unterschiedlicher Stufen bezahlbare Nettokaltmieten von 5,65 Euro bis 8,25 Euro je Quadratmeter angeboten werden, betont Borchmann-Welle. Die Miete der restlichen sieben freifinanzierten Wohnungen liegt bei 9,95 Euro. Fast alle Wohnungen sind barrierearm und schwellenfrei sowie über Fahrstühle erreichbar, darüber hinaus entsprechen alle dem hohen energiesparenden KfW-Effizienzhaus-70-Standard. „Ganz bewusst haben wir bei der Vergabe der Wohnungen auf einen Mix aus Seniorenpaaren, Familien mit Kindern und Alleinstehenden geachtet“, so der Projektleiter. Das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung stehen im Mittelpunkt des Wohnmodells: Deshalb lädt zum Beispiel der Innenhof zur Kommunikation ein, auch finden monatlich Treffen der Genossenschaftler statt, dazu wird es einen speziellen Gemeinschaftsraum geben. Die zwei- bis dreistöckigen Häuser sind unterkellert und haben ein so genanntes Sockelgeschoss. Das heißt, der Innenhof ist angeschüttet, von außen geht es zu einem Teil der Pkw-Parkplätzen – dort oder auf dem Gelände hat jede Wohnung ihren eigenen Stellplatz.

Sockelgeschosse, in denen sich Nebenräume und Parkplätze befinden, gibt es auch in den sechs Wohngebäuden, die gleich nebenan vom Kommunalen Liegenschafts-Management der Gemeinde gebaut werden. „In der Höhe und auch in der Baugestaltung sind unsere Häuser denen der Genossenschaft recht ähnlich“, sagt Rüdiger Stiewe. Bevor dort Mieter einziehen können, wird es jedoch noch etwas dauern: Der KLM–Mitarbeiter rechnet damit, dass die Bauten bis Weihnachten „dicht gemacht“ werden können. Je nachdem, wie der Winter verläuft, sei mit den ersten bezugsfertigen Wohnungen etwa im August 2016 zu rechnen.

Anders als beim Genossenschaftsmodell sind alle 60 KLM-Wohnungen freifinanziert – die Nettokaltmieten werden bei zirka zehn Euro je Quadratmeter liegen, so Stiewe. Die Größe der Wohnungen reicht von 45 bis 110 Quadratmetern, etwa die Hälfte hat drei Zimmer. Barrierefrei sind lediglich die Wohnungen im Erdgeschoss, Aufzüge sollen aus Kostengründen nicht eingebaut werden. Allerdings hat jede Wohnung einen Balkon, eine Loggia oder Terrasse. Im Unterschied zu den Wohnungen der Genossenschaft, die bereits alle vergeben sind, können sich Interessenten bei KLM noch als neue Mieter auf dem Bastianplatz bewerben.

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erstellt am 02.Sep.2015 | 05:11 Uhr

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