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Sylter Rundschau

20. August 2017 | 21:32 Uhr

100 000 Euro für die Seenotretter

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Spendenaktion ist auf der Zielgraden / Hamburg liegt mit klarem Abstand vor Sylt

Die Spendenaktion „Reetdach gegen Reeperbahn“ läuft noch gut einen Monat, dann wird entschieden sein, ob Hamburg oder Sylt die größere Spendensumme für den neuen Seenotkreuzer eingeworben hat.

Zurzeit liegt Hamburg mit 532 654,15 Euro vor Sylt. Von der Insel wurden bis gestern Mittag 356 963,32 Euro an Spendengeldern für den neuen Seenotkreuzer, der in List liegen wird, aufgebracht. Wie berichtet brauchen die Seenotretter das neue Schiff, um ihre lebensrettenden Aktionen auf hoher See mit der besten und modernsten Technik tätigen zu können.

Der edle Spendenwettstreit zwischen Hamburg und Sylt, bei dem es darum geht, welcher Ort mehr Geld für die Anschaffung des Rettungsschiffes aufbringt, ist getragen von einer großen Sympathie zwischen der Hansestadt und der Lieblingsinsel der Hamburger. Das wurde sehr spürbar bei dem Seenotretter-Abend am vergangenen Freitag in der Hamburger Elb Lounge, zu der die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eingeladen hatte. Ein Abend, an dem die gut 120 geladenen (spendenden) Gäste nicht nur mit kulinarischen Genüssen, sondern auch mit aktuellen Bildern des neuen Seenotkreuzers und der Übergabe einer Großspende überrascht wurden. Einen Scheck in Höhe von 100 000 Euro überreichte Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Hamburger Sparkasse (Haspa), an den Vorsitzer der DGzRS, Gerhard Harder.

„Zwei Seelen wohnen doch in unserer Brust“, bekannte Harald Vogelsang bei seiner Scheckübergabe, „denn für uns Hamburger ist Sylt doch die schönste Insel der Welt und das Hamburger Spendenaufkommen für den Seenotkreuzer in List ein weiterer Beleg für das besondere Verhältnis der Hamburger zu ihrer Insel.“ Dennoch liegt Sylt im Spenden-Wettstreit durch die Haspa-Spende noch deutlicher im Rückstand als bisher. Noch ist das Rennen aber nicht entschieden. Bis zum 6.Dezember werden noch Spenden für den neuen Seenotretter in List entgegen genommen. Auch wenn Hamburg weit vorne liegt, sieht man bei der DGzRS noch lange nicht, dass es für Sylt nicht mehr zu schaffen ist, die größere Spendensumme aufzubringen. „Wer weiß, wozu die Sylter noch im Stande sind?“, meint Gerhard Harder und spricht dabei wohl aus der Erfahrung mit Spendern. Diese Erfahrung ist groß, denn die Seenotretter und ihre lebensrettende Arbeit wird zu 100 Prozent aus Spenden finanziert.

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erstellt am 28.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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