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Berlin/Pinneberg Weniger Deutsche als gedacht

Von sh:z | 01.06.2013, 03:59 Uhr

Deutschland hat 80,2 Millionen Einwohner und damit 1,5 Millionen weniger als bisher angenommen.

Das ist das wichtigste Ergebnis des Zensus 2011, der gestern vorgestellt wurde. In Schleswig-Holstein hingegen ist die Zahl der Einwohner seit der Volkszählung 1987 um fast 250 000 auf 2,8 Millionen gestiegen. "Es zeigt, wie wichtig die Inventur ist", sagte der Vorstand des Statistikamtes Nord, Helmut Eppmann, bei der Vorstellung der Landeszahlen in Pinneberg.

Deutlich gefallen ist hingegen die Zahl der Einwohner auf Sylt. Insgesamt hat die Insel 2 669 oder 8,9 Prozent Bewohner weniger als bislang amtlich registriert.

Aus den neuen Zahlen ergeben sich teils große Konsequenzen für Länder und Kommunen. Das Land Berlin, dessen Einwohnerzahlen nach unten korrigiert werden mussten, rechnet damit, für 2012 und 2013 je 470 Millionen Euro in den Länderfinanzausgleich zurückzahlen zu müssen. Ob Schleswig-Holstein finanziell von seiner positiven Bevölkerungsentwicklung profitiert, ist noch unklar.