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Seltener Fund Sylt: Spaziergänger entdecken toten Blauhai am Strand

Von Julia Lund | 21.12.2017, 18:30 Uhr

Spaziergänger fanden das tote Tier am Strand. Blauhaie gelten als eine der für den Menschen potenziell gefährlichen Haiarten.

Rantum Mittwochabend meldeten Spaziergänger am Strand in Rantum einen seltenen Fund: Ein 2,25 Meter langer Blauhai lag tot im Sand auf Höhe Strandübergang Tadjem Deel. Sie alarmierten die Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum: „Wir konnten es erst nicht glauben, bis wir erste Fotos von dem Tier gesehen haben, die uns die Finder per E-Mail zugeschickt haben“, berichtet Frithjof Pölzing von der Schutzstation Wattenmeer über den abendlichen Einsatz. Vor Ort sei schnell klar gewesen, dass es sich bei dem angespülten Tier um einen Blauhai handelt. „Das sieht man gut an der prägnanten Zacke in der Schwanzflosse“, so Pölzing.

Die Freiwilligen der Schutzstation Wattenmeer verständigten Seehundjäger   Thomas Diedrichsen, der  von dem Fund ebenfalls sehr überrascht war. „So ein Blauhai kommt in der Nordsee selten vor, dieser  Fund ist wirklich außergewöhnlich“, sagte er  gegenüber unserer Zeitung. Es handle sich bei dem Sylter Exemplar um ein junges Männchen mit 2,25 Metern Länge. Er habe das Tier „vermessen, eingetütet und mitgenommen“. Am Donnerstagmorgen wurde es schließlich von Mitarbeitern des Institus für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung  (ITAW) in Büsum abgeholt, um genauer untersucht zu werden.

„Wir haben den Hai obduziert. Er war in einem mäßigen Ernährungszustand“, erklärte Ursula Seibert, Professorin am ITAW.  Ihre Mitarbeiter hätten  Parasiten in mehreren Organen gefunden. Die wichtigste Befunde seien allerdings Blutungen in verschiedenen Organen gewesen, die auf eine Entzündung  und möglicherweise eine Blutvergiftung hinweisen würden. Außerdem habe das Tier  möglicherweise noch kurz nach der Strandung gelebt, da es Sand zum Teil  tief im Körper aufgenommen hatte. Detaillierte Erkenntnisse sollen  die weiterführenden Untersuchungen bringen.

Für Rainer Borcherding, Biologe bei der Schutzstation Wattenmeer, ist die Strandung eine kleine Sensation, auch wenn der Blauhai eine der am weitesten verbreiteten Haiarten der Welt ist. In der Nordsee käme er allerdings sehr selten vor, da er wärmere Temperaturen bevorzuge, so Borcherding. „In den 30 Jahren, die ich als Biologe an der Nordsee tätig bin, habe ich  noch nie von einer Blauhai-Strandung gehört. Dennoch habe ich immer damit gerechnet, weil die Tiere regelmäßig bis nach Irland kommen. Dort werden sie auch geangelt und markiert“.

Der Blauhai sei  ein  Langstreckenwanderer, der vor allem im Atlantik und Pazifik vorkommt, erklärt der Biologe. „Durch Markierungen konnte nachgewiesen werden, dass Blauhaie von Brasilien nach Irland und zurück schwimmen. Daher nehme ich an, das Sylter Exemplar kam vor ein paar Jahren vor Brasilien auf die Welt.“ Die Länge von 2,25 Meter zeige, dass es sich um einen „Halbstarken“ handle, also einen heranwachsenden Hai. Ausgewachsen erreichten die Tiere eine Körperlänge von 3,40 Metern, in Einzelfällen könnten sie jedoch noch deutlich größer werden.

Als großer Hochseehai fresse der Blauhai fast alles, was er erbeuten könne, so der Biologe. Den Hauptteil seiner Nahrung stellen dabei Fische jeder Größe dar, überwiegend aber  Schwarmfische wie Heringe, Makrelen, Sardinen oder auch Thunfische. Außerdem jagt er Kopffüßer und auch kleinere Haiarten. „Er ist ein Wolf der Meere – und auch ein Räuber“, erklärt Rainer Borcherding, gibt aber gleichzeitig Entwarnung für Badegäste: „Er macht keine Jagd  auf  Surfer und Robben, wie zum Beispiel der Weiße Hai“. Dennoch  gilt der Blauhai als eine der für den Menschen „potenziell gefährlichen Haiarten“. Es gibt mehrere Berichte von Haiattacken durch diese Art auf badende oder tauchende Menschen sowie auf Boote. Dabei ist anzunehmen, dass die Haie die Menschen für eine zu überwältigende Beute hielten. Aufgrund ihres Lebensraumes, der im Normalfall nicht in den Küstenbereichen liegt, sind diese Angriffe jedoch äußerst selten.

Der Bestand der Blauhaie sei in den vergangenen Jahren weltweit zurückgegangen, sagt Borcherding. „Sie werden immer mitgefangen, können sich aus den Netzen nicht befreien.“ Außerdem böten Asiaten Mondpreise für die Flossen des Blauhais – vor allem, um Suppe daraus zu kochen. „Besonders in China gilt es als schick, Hai zu essen. Außerdem soll es gesund sein, weil Haie kein Krebs bekommen“, so der Biologe.  So  sei der Glaube entstanden, dass ihr Genuss  vor der Krankheit schützen würden. „Millionen von Haien werden deshalb abgeschlachtet und der Blauhai musste bereits 80 bis 90 Prozent seines Bestandes einbüßen.“

Haie, Kraken und Orcas

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Meinung – Götz Bonsen
Gefährliche Blauhaie



Ein 2,25 Meter langer Blauhai lag am 20. Dezember 2017 tot am Strand auf Sylt. Spaziergänger entdeckten das Tier und alarmierten die Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum. Es handlte sich bei dem Sylter Exemplar um ein junges Männchen, erklärte Seehundjäger Thomas Diedrichsen der Sylter Runschau. „Er war sehr schlank, daher nehme ich an, dass er verhungert ist, genaueres wird aber eine Untersuchung ergeben".

Der Blauhai erreicht normalerweise eine Körperlänge von etwa 3,40 Metern, kann in Einzelfällen jedoch auch deutlich größer werden. Sehr häufig ist er dabei im Nordatlantik von der Südküste Großbritanniens bis zum Senegal sowie um die Azoren, die Kanarischen Inseln, die Kapverden und Madeira. Außerdem besiedelt er das Mittelmeer und kommt als Sommergast auch in der Nordsee sowie dem Skagerrak und den Gewässern vor Norwegen vor.



Küstenscheuer Riesenhai



Nahe des Schutzgebiets Sylter Außenriff wurde im Juni 2016 ein Riesenhai gesichtet. Mit einer Körperlänge von bis zu zehn Metern gilt der Riesenhai nach dem Walhai als der zweitgrößte bekannte Fisch der Erde. Der Riesenhai ist zwar in der Nordsee beheimatet, hält sich normalerweise aber küstenfern auf und wird daher nur sehr selten beobachtet.

Im Auftrag des BfN erheben Wissenschaftler des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover die Schweinswal-Vorkommen in der deutschen Nord- und Ostsee. Bei einer Erfassung am 11. Juni 2016 wurde nordwestlich des Sylter Außenriffs ein Riesenhai gesichtet. Bereits im Februar war der eindrucksvolle Fisch bei einem Monitoring-Flug gesichtet worden, zum damaligen Zeitpunkt direkt im Schutzgebiet Doggerbank.



Krake Dobby



Im September 2017 wurde auf der Hallig Hooge erstmals ein Krake gefunden. Ein Bewohner an der Halligkante hatte den kleinen Krake bei der Schutzstation Wattenmeer abgegeben. Der Krake wurde Dobby getauft und gehört zur Familie der Zirrenkrake. Kurze Zeit war er in der Arche Wattenmeer in Hörnum auf Sylt untergebracht. Im November wurde er wieder ausgewildert.

Die Tiere können bis zu zwei Kilo schwer werden und 50.000 Eier legen, werden aber nur zwei Jahre alt. Sie fressen wehrhafte Krebse, die sie mit ihren acht Armen packen und durch ein speziell auf Krebse wirkendes Nervengift lähmen. Im Unterschied zum Oktopus aus dem Mittelmeer hat der Zirrenkrake nur eine Reihe Saugnäpfe pro Arm statt zwei.



Schöne Orca-Wale



Eigentlich sind Orcas in der Nordsee sehr viel nördlicher Zuhause als bei Sylt. Anfang Februar 2016 strandete jedoch ein junges Männchen am Strand von Rantum. Der Schwertwal war den Angaben zufolge ein 2,46 Meter langes und 185 Kilo schweres Männchen. Ausgewachsene Schwertwalbullen können bis zu 9,8 Meter lang werden. Schwertwale gehören zur Familie der Delfine.



Lange Conger-Aale



Diesen Fisch findet man auf Sylt höchstens alle zehn Jahre: Der Conger gehört zur Familie der Meeraale. Zu seiner Gattung zählen einige der größten Aale, die teilweise eine Gesamtlänge von bis zu drei Metern erreichen. Das Tier wurde im März 2016 am Strand des Ellenbogens auf Sylt entdeckt. Es kommt in der Nordsee nur gelegentlich vor - und bevorzugt dann Gegenden um die Färöer und Südnorwegen.



Sprintende Goldschakale

Die dänische Naturbehörde hat jetzt mit DNA-Analysen nachweisen können, dass ein Goldschakal im April Lämmer bei einem Schafzüchter in Nordschleswig gerissen hat. Er ist also in der Region, dieser eng mit dem Wolf verwandte, bis zu einen Meter lange Räuber (Canis aureus), der vor allem im Südosten Europas, im Mittleren Osten und in Südasien verbreitet ist. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern wurde der schnelle Langstreckenläufer in den letzten Jahren fotografiert. Nun bewegt er sich offensichtlich gen Norden. 2015 wurde ein solches Tier in Karup in Mitteljütland entdeckt, als es auf einer Straße totgefahren wurde. 2016 wurde im Lille Vildmose in Nordjütland ein lebendiger Goldschakal gesehen. Dass die Tiere hier sesshaft werden und sich fortpflanzen, darf durch die Einzelvorkommen jedoch als sehr unwahrscheinlich gelten.



Putzige Papageitaucher

Diese schmucken kleinen Höhlenbrüter vermutet man eher auf Island oder auf den schottischen Inseln, doch in den letzten Jahren wurden Papageitaucher auch in Schleswig-Holstein gesehen. Bis 1830 zählten die Puffins sogar noch zu den heimischen Brutvögeln auf Helgoland. Einzelne der buntschnäbligen Meisterfischer statteten der Hochseeinsel in den letzten Jahren immer mal wieder einen Besuch ab – eine Heimat fanden die Durchzügler auf dem roten Vogel-Felsen jedoch nicht.



Gern gesehene Delfine

Die zwei Delfine Selfie und Delfie verirrten sich in die Ostsee – und sie blieben länger als erwartet. So schwammen sie immer wieder neben Segelbooten und Kajaks her, schienen mit Schwimmern zu spielen. Tausende Menschen sahen die Laien-Videos online. Das Unerwartete daran: Entstanden waren die Aufnahmen in unseren Breiten, vor Flensburg und Kiel. Viele Schaulustige sprangen zu den Tieren ins Wasser, um mit ihnen zu schwimmen.

Die großen Tümmler sind eigentlich in allen kalten und tropischen Meeren beheimatet. Denkbar ist, dass die Tiere über das Skagerrak und das Kattegat in die Ostsee gelangt sind.

Die erste Beobachtung in der deutschen Ostsee ist für den 6. Mai 1842 vor Stralsund verzeichnet. Zehn Jahre später verirrte sich gar eine „Schule“ - also eine Gruppe - in den Greifswalder Bodden. Weitere Beobachtungen sind 1870 vor Kiel und 1882 für Lübeck hinterlegt. Zuletzt war 2007 ein totes, in der Ostsee treibendes Tier von einem Schiff auf der Fahrt nach Eckernförde in Schlepptau genommen worden.



Riesige Wale

Ein stattlicher Finnwal tastet im Sommer 2015 die kulinarischen Verlockungen der Flensburger Förde ab. Mal wieder muss man sagen, denn der nächste Verwandte des Blauwals, der täglich etwa 400 Kilo Fisch verschlingt, fühlen sich als kurzfristiger Gast in der westlichen Ostsee offenbar pudelwohl. Der junge Finnwal „Henry“, der 2006 dem Flensburger Innenhafen einen Besuch abstattete, ist unvergessen geblieben. Auch die Eckernförder Bucht hatte schon Besuch der Meeresriesen. 2012 tauchte vor Sonwik sogar ein seltener Weißwal (Beluga) auf.

Im Sommer 2014 traten erstmals seit der Aufzeichnung von Walbeobachtungen zwei Buckelwale gleichzeitig in der Ostsee ins Kameralicht, ebenfalls in der Flensburger Förde. Gut dokumentiert ist auch der Fall eines 1911 vor Westerholz (Kreis Schleswig-Flensburg) gestrandeten Finnwals.



Er sorgte bundesweit für Aufsehen und bleibt bis heute eine der spektakulärsten Walsichtungen in Schleswig-Holstein. Am 8. März 1911 ward das Tier noch in der Flensburger Außenförde gesehen, in einer stürmischen Nacht strandete der etwa 20 Meter lange Koloss dann auf einer Sandbank vor Westerholz und verendete dort, nachdem er durch die kaiserliche Marine vom Zerstörer „Württemberg“ aus beschossen wurde.



Kalmare und Thunfische

Nebenerwerbsfischer Matthias Bleibohm ist ein Glückspilz: Gleich zweimal innerhalb von drei Jahren ist es ihm gelungen, einen Thunfisch ins Netz zu bekommen. Ende Oktober 2015 fischte er einen knapp 60 Zentimeter langen Exoten aus der Eckernförder Bucht. Solche Pelamiden, die mit den Makrelen verwandt sind, kommen eigentlich im östlichen Atlantik, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer, und auch mal in der Nordsee vor. Doch ein Fang in der Ostsee ist sehr ungewöhlich.

Dass ungewohnte Arten die Ostsee beehren, hängt laut Experten mit dem erhöhten Salzgehalt des Meerwassers im westlichen Teil zusammen. Denn bei Thunfischen und Finnwalen ist es in der Eckernförder Bucht nicht geblieben, auch Tintenfische kehren ein. Taucher haben Anfang Dezember etwa ein Dutzend ca. sieben Zentimeter lange Kalmare an der Außenmole des Sportboothafens gesichtet und gefilmt. „Tintenfische in der westlichen Ostsee kommen immer wieder mal vor“, erklärte der Tintenfischexperte Uwe Piatkowski vom Geomar in Kiel. „In den 50er-Jahren ist in der Untertrave ein halber Meter langer Kalmar gefangen worden.“ Ob diese Tiere es sich längerfristig in der Ostsee gemütlich machen, hängt von Salzgehalt und Temperatur des Wassers ab.



Republikflüchtige Elche

Zurück an Land: 1970 sorgte ein aus Polen kommender junger Elch in Schleswig-Holstein für Trubel. Er war im Spätsommer auf Wanderschaft gegangen und hatte es über die DDR-Grenze geschafft. Im Westen angekommen, spazierte er fünf Tage durch die Straßen Lübecks. Dann fiel er einer Narkosepatrone zum Opfer. Wenige Wochen später folgte ihm ein weiterer republikflüchtiger Jung-Elch über den Todesstreifen. Bei Lübeck-Herrnburg wurde er von drei Tretminen zerfetzt.

Der letzte wilde Elch in SH wurde vor 17 Jahren gesehen. Besagtes Tier marschierte 300 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern bis nach Bäk im Kreis Herzogtum Lauenburg. Dort wurde es illegal von einem Jäger geschossen. In Dänemark werden derzeit wieder Elche ausgewildert. Experten halten die Wiederkehr des Elches nach Schleswig-Holstein für möglich, sofern sich aus eine Population in Meckenburg-Vorpommern etabliert.



Toastbrotfressende Kängurus

Zwei Wochen lang durchstreifte 2012 ein weißes Bennet-Känguru mit Namen „Skippy“ die Gegend rund um Schönkirchen im Kreis Plön. Durch ein Loch im Zaun eines Privatgeheges war das unternehmungslustige Tier ausgebrochen. Dann hüpfte es durch den Wald und Gärten, ließ sich von Anwohnern mit Toastbrot füttern – aber einfangen: keine Chance, der Freiheitswille des in Tasmanien beheimateten Beuteltiers war zu groß. Ein Haken, und es war weg – trotz Rosinenbrotes.

Ein Mitarbeiter des Wildparks Schwentinental streckte das Tier schließlich mit einem Betäubungspfeil nieder, nachdem Polizei und Besitzer es in eine Enge gelockt hatten.



Meterlange Pythons

Pythons sind zwar ungiftig, doch bei der Begegnung mit Schlangen von mitunter mehreren Metern Länge hört der Spaß für die meisten irgendwie auf. Betrachtet man die Nachrichtenlage über Pythons in SH, fällt auf, dass die Würgeschlangen jährlich mehrfach irgendwo in SH in Erscheinung treten. Manche wurden ausgesetzt, manche entflohen ihrem Terrarium.

Im September 2012 wurden an einem Wochenende allein in Ostholstein gleich zwei Pythons entdeckt und schließlich eingefangen. Als 2014 in Flensburg ein Mann einen von der Leine heruntergefallenen Schal aufheben wollte, entpuppte sich das Textil eingerolltes Königspython. Auch in Leck trieb sich vor einiger Zeit ein Königspython herum. Die Winter überleben können die Reptilien nicht.

Die meisten Phythonarten sind in der Europäischen Artenschutzverordnung aufgeführt und dürfen ohne spezielle Genehmigung gehalten werden.



Ein Mollymauk mit Spannweite



Ein Schwarzbrauenalbatros (auch Mollymauk genannt) wurde am 4. April 2018 im Schutzgebiet am Rantumbecken auf Sylt von mehreren Beobachtern gesichtet. „Nach unserer Kenntnis sind nur zwei bis drei Schwarzbrauenalbatrosse in Europa unterwegs. Sichtungen erfolgten an den Küsten von Spanien bis hinauf nach Norwegen sowie auf den britischen Inseln“, erläuterte Sebastian Conradt vom Verein Jordsand. Aufgrund der Ähnlichkeit von Männchen und Weibchen konnte das Geschlecht des Vogels nicht ermittelt werden. In den vergangenen Jahren habe sich vermutlich immer wieder derselbe Schwarzbrauenalbatros in den Schutzgebieten des Vereins auf Helgoland und Sylt gezeigt. Seit November 2017 sei er aber nicht mehr in Europa gesehen worden.

Ein ausgewachsener Mollymauks kann eine Spannweite von bis zu 2,45 Metern erreichen. Die Vögel bekannt für einen spezielen Abwehrmechanismus: Bei einem Angriff bespritzen sie den Rivalen mit einer ölartigen Substanz aus dem Magen, den sie aus ihren Nasenlöchern spritzen.



Yeti-artige Pumas

Sonntagvormittag, 6. Dezember 2015 in Flensburg-Weiche: Während die Spätaufsteher mit verklebten Augen den Inhalt ihres Nikolausstrumpfes prüfen, fallen dem Führer eines dänischen Personenzuges beinahe die Augäpfel aus. Was er vom Führerstand zu Gesicht bekommt, können zwei weitere Augenzeuge bestätigen: Ein braunes, großes Tier bewegt sich gen Dänemark und verschwindet dann. In der Luftfahrt würde man jetzt wohl von „Ufo“ sprechen. Anscheinend war es aber ein Puma. Schon 33 Jahre vorher soll sich ein amerikanischer Berglöwe durch Nordschleswig geschlichen haben. Manchmal steckt wohl auch etwas Fantasie dahinter.
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