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Asklepios Nordseeklinik Sylt Alexander Steinmetz: „Unsere Patienten fühlen sich sicher“

Von Wiebke Stitz | 25.08.2020, 17:24 Uhr

Sogar das Betretungsverbot der Klinik wird positiv bewertet.

Noch immer kann  der Kreis Nordfriesland bekannt geben, dass es offiziell keinen mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf der Insel Sylt gibt.

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Diese Nachricht ist vor allem für die Menschen von großer Bedeutung, um deren Gesundheit es ohnehin nicht zum Besten steht. Entweder, weil sie chronische Vorerkrankungen haben oder akutes Leiden. Ist dann ein Aufenthalt in der Nordseeklinik notwendig,   kann die Angst vor einer möglichen Infektion ein ständiger Begleiter sein. Bereits während des Lockdowns auf Sylt zeigte sich – wie im gesamten Bundesgebiet –  dass die Menschen teilweise dringend notwendige Arztbesuche nicht wahrgenommen haben.  Zu groß war die Befürchtung, gerade in Praxen und Kliniken einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt zu sein.

Um dieser Sorge entgegen zu wirken und festzustellen, wie die ergriffenen Schutz-Maßnahmen auf die Patienten seiner Klinik wirken, hat Alexander Steinmetz, Ärztlicher Direktor an der Asklepios Nordseeklinik, wiederholt Befragungen der Patienten zu diesem Thema  durchführen lassen.  „Ziel war, das Sicherheitsempfinden unserer Patientinnen und Patienten zu ermitteln“, erläutert er die Hintergründe. Die Evaluation der Maßnahmen stellt  einen wichtigen Baustein dar, um  Wirksamkeit und Angemessenheit zu prüfen.

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Der Krisenstab legt seit Januar die entsprechenden Maßnahmen fest

Verantwortlich für die verschiedenen Schutzmaßnahmen  ist der Krisenstab des Hauses. „Bereits am 30. Januar habe ich diesen Stab einberufen, damals war der erste Fall auf deutschem Boden. Der Stab tagt seither mehrfach wöchentlich und bisher insgesamt 102 mal. Besetzt ist er mit der Krankenhausleitung, dem Hygienefachpersonal, Logistik, Technik, Presse und  Öffentlichkeitsarbeit sowie den Chefärzten der mit COVID-19-betrauten Fachgebiete Intensivmedizin und  Innere Medizin“.

Seit Januar hat sich der  Krisenstab auf einen möglichen Ausbruch auf der Insel vorbereitet.  In regelmäßig stattfindenden Online-Konferenzen bespricht  er das tagesaktuelle Geschehen und plant weitere notwendige Maßnahmen in allen Bereichen des Krankenhauses. Der Stab ist zwar nur für das Krankenhaus zuständig, es besteht aber regelmäßige Kommunikation zum Gesundheitsamt Nordfriesland  sowie insular zu den Hauptverwaltungsbeamten, Ordnungsamt, Rettungsdienst und  Katastrophenschutz.

Die Befragung zeigt den Stellenwert der Maßnahmen

Bereits eine erste Befragung im Juni zeigte, dass sich 97 Prozent der befragten Patienten in der Nordseeklinik während der Pandemie-Hochphase  sicher fühlten.

Auch die nun veröffentlichten Ergebnisse der Umfrage unter Patienten der Klinik bestätigen dies. So wird das allgemeine Sicherheitsempfinden von zwei Drittel (64,9 Prozent) der Befragten als sehr sicher und von einem Drittel (31,5 Prozent) als eher sicher bewertet. Die für Patienten unmittelbar sichtbaren Sicherheitsmaßnahmen wie die Schleusenfunktion, das generelle Tragen eines medizinischen MundNasen-Schutzes, die Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmittel sowie die angebrachten Hinweisschilder erhöhen bei den Befragten das Sicherheitsgefühl zusätzlich.

Der Großteil der  Patienten fühlte sich während seines Aufenthaltes durch das weiterhin bestehende Betretungsverbot zudem sicherer.