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Zwischen Automaten und Gefängnis : Süchtig nach Glücksspiel – Ein 22-Jähriger erzählt

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Spielsucht trotz Therapien: Der 22-jährige Chris erzählt im Video, dass der Knast seine letzte Rettung sein könnte.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2016 | 20:12 Uhr

Bargeld ist seine Droge: Der erst 22-jährige Chris ist seit über vier Jahren glücksspielsüchtig. Trotz verschiedener Therapieversuche schafft er es nicht, sich der Automatenwelt zu entziehen. shz.de erzählt er, wie das Spielen sein junges Leben zerstört hat.

Glücksspiel in Deutschland ist weiter auf dem Rückzug - doch junge Männer sind besonders anfällig für illegale Wetten und Automatenspiele. Das geht aus einer Studie des staatlichen Lotto- und Totoblocks der Länder sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor.

Nach den am Dienstag in Berlin vorgelegten Zahlen haben 37,3 Prozent der Befragten 2015 in den vorangegangenen zwölf Monaten an einem Glücksspiel teilgenommen. 2013 seien es noch 40,2 Prozent gewesen, 2007 rund 55,0 Prozent.

Auch das in Deutschland beliebteste Glücksspiel „Lotto 6aus49“ werde seltener gespielt (2009: 40,0 Prozent, 2015: 22,7 Prozent). Erstmals seit Beginn der Studienserie 2007 habe auch das Spielen an Geldspielautomaten abgenommen - von 3,7 auf 2,6 Prozent. Der Anteil Jugendlicher, die Angebote ohne die privat organisierten Glücksspiele nutzten, sei von 15,8 auf 14,6 Prozent gesunken.

Zugenommen hat dagegen den Angaben zufolge die Teilnahme an illegalen Sportwetten unter 18- bis 20-jährigen Männern - von 5,7 Prozent im Jahr 2013 auf 12,8 Prozent im Jahr 2015. Das Glücksspielverhalten junger Männer biete weiter Anlass zur Sorge, sagte Peter Lang von der Bundeszentrale. Ein problematisches oder pathologisches Verhalten wiesen 0,79 Prozent der Befragten auf.

Der Markt für Sportwetten boomt. Das Geschäft wird jedoch nicht wie erhofft in legale Kanäle gelenkt. Denn die 2012 beschlossene Vergabe von Sportwett-Lizenzen wird blockiert. Die staatlichen Lotto-Gesellschaften und die Mehrheit der Länder wollen aber trotz der Hängepartie am bisherigen Glücksspielstaatsvertrag festhalten.

(mit dpa)

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