Glinde : Zwölf Verletzte bei Hochhausbrand

Mit mehreren Drehleitern waren die Feuerwehren im Einsatz, um die Bewohner aus dem verqualtem Hochhaus zu retten.  Fotos: rtn
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Mit mehreren Drehleitern waren die Feuerwehren im Einsatz, um die Bewohner aus dem verqualtem Hochhaus zu retten.

100 Feuerwehrleute im Einsatz /Treppenhaus völlig verqualmt / Bewohner müssen über Drehleitern gerettet werden

Andreas Olbertz. von
22. Januar 2018, 06:00 Uhr

Großalarm am Sonntag in Glinde. Feuerwehrleute und zahlreiche weitere Rettungskräfte wurden gegen 11 Uhr zu einem Wohnungsbrand in die Sönke-Nissen-Allee gerufen. Insgesamt wurden zwölf Menschen bei dem Feuer verletzt. Bis zum frühen Nachmittag wurden demnach vier Kinder und sechs Erwachsene in Krankenhäuser gebracht - darunter ein lebensgefährlich verletzter Mann. Die ursprüngliche Aussage der Polizei, dass ein 53-Jähriger in der Klinik seinen Brandverletzungen erlegen sei, wurde im Laufe des Nachmittags korrigiert. Zwei Leichtverletzte wurden vor Ort behandelt. Vier Wohnungen in nächster Nähe der Brandherds sind nicht mehr bewohnbar.

Das Feuer war offenbar aus bislang ungeklärter Ursache in einem Kinderzimmer in der dritten Etage des achtstöckigen Hochhauses, das im Volksmund „Affenfelsen“ genannt wird, ausgebrochen. Sofort wurde nicht nur die Wehr in Glinde, sondern auch in Reinbek und Oststeinbek alarmiert. Aus allen Teilen des Kreises sowie aus Hamburg wurden Rettungskräfte zusammengezogen.

Während die Bewohner der unteren Etagen den Wohnblock problemlos verlassen konnten, hatten viele Menschen in den oberen Stockwerken massive Probleme: Sie konnten nicht aus dem Gebäude flüchten, da das Treppenhaus völlig verqualmt war. Über mehrere Drehleitern holten Feuerwehrleute etwa 80 Bewohner heraus und brachten diese in Sicherheit.

In zwei bereitgestellten Bussen wurden die geretteten Frauen, Männer und Kinder von Sanitätern betreut.

Insgesamt waren mehr als 100 Rettungskräfte an der Brandstelle eingesetzt: FF Glinde, FF Reinbek, FF Oststeinbek, Leitender Notarzt, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, Feuerwehr Hamburg, Technische Einsatzleitung Stormarn, Rettungsdienst-Verbund Stormarn, Sanitätsgruppen und die Logistik des ASB RV Stormarn-Segeberg, die 1. Sanitätsgruppe des DRK Stormarn und die Sanitätsgruppe der Malteser im Kreis Stormarn, Kreisbrandmeister Gerd Riemann

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