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Stormarner Tageblatt

22. August 2017 | 06:19 Uhr

Zwischen Aufbruch und erster Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bad Oldesloe: Marketingverein findet keinen Nachfolger für verstorbenen Vorsitzenden / Zahlreiche Projekte angestoßen

Sie nennen sich die „Stadtgestalter“ und sind seit Frühjahr 2014 als „Wir für Bad Oldesloe“ aktiv. Auf einer öffentlichen Mitgliederversammlung im Bürgerhaus gab es erste kleine Fazits der Vereinsarbeit zu hören.

Überschattet wurde die Anfangsphase des Vereins vom Tod der Gründers und Initiators Volker Evers im August. In fast jedem Bericht wurde klar, welche Lücke Evers hinterlassen hat. „Wir haben uns immer gegenseitig die Ideen zugeworfen. Das war sehr befruchtend“, sagte zum Beispiel Klaus Spieldenner aus der Projektgruppe „Tourismus“, der Evers angehörte. Mit einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden des verstorbenen Vorsitzenden.

Auf der anderen Seite zeigte der Verein an diesem Abend deutlich, dass es auch ohne Evers in seinem Sinne weitergehen soll. Sein Posten sollte eigentlich neu besetzt werden, doch der einzige vorgeschlagene Kandidat, Armin Andres, lehnte die Kandidatur ab. „Ich stehe für das Amt nicht zur Verfügung. Das war immer klar Ich habe mich bereit erklärt, den zweiten Vorsitzenden zu machen. Und da müssen wir dann auch schauen, welche Lösungen wir im nächsten Jahr finden.“ Das sei aber nicht weiter schlimm, weil der Verein durchaus ohne Vorsitzenden bis zur nächsten Mitgliederversammlung funktionieren und existieren könne.

Auch auf dem Posten des Kassenwarts gibt es eine Veränderung. Angela Dittmar möchte das Amt im Jahr 2016 nicht weiterführen. Sie konnte allerdings nicht entlastet werden, weil man im „Eifer des Gefechts“ vergessen habe, Kassenprüfer zu ernennen. Einstimmig wurde trotzdem Günter Knubbe zum neuen Kassenwart gewählt, der so viel Vertrauen in Dittmars Arbeit hat, dass er auch bereit wäre, die Verantwortung für ihre Arbeit zu übernehmen. Dittmar bleibt dem Vorstand als Beisitzerin erhalten. Ihr Mann Martin Dittmar zieht sich derweil aus der Vorstandsarbeit zurück. Als Kaufmann müsse er sich auch mal wieder mehr um das eigene Geschäft kümmern, so die Argumentation. Neu als Beisitzer kam Robert Müller hinzu. Inke Koch bleibt Schriftführerin.

„Wir traten unter dem Motto Einkaufsstadt Bad Oldesloe an. Ganz so weit, sind wir noch nicht gekommen, aber wir konnten zum Beispiel gemeinsam mit Hartmut Jokisch von den Grünen Bad Oldesloe zur Fairtrade Town machen“, berichtet Gruppensprecher Marco Schmidt. „Wir hatten noch so manche Ideen, doch einige scheiterten an den Finanzen, andere an den Umsetzungsmöglichkeiten“, so Schmidt weiter. Da sei Luft nach oben. Vorzeigeprojekt sei natürlich die Kampagne „Ich bin für Einkaufen in Bad Oldesloe“, die hauptsächlich durch Angela Dittmar und Nicole Brandstetter umgesetzt wurde. Vor allem in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für Bad Oldesloe sei die Kampagne ein großer Erfolg Die Reaktion auf die Gutscheinaktion in der „Red Shopping Week“ sei allerdings noch „relativ mau“, berichtete Nicole Brandstetter: „Da muss man schauen. Vielleicht passt das in der Form dann nicht.“ Geplant sind 2016 weitere Initiativen im Gesundheits- und Tourismusbereich.

Ein Grundproblem bleibt, dass „Wir“ nicht als Veranstalter auftreten möchte und per selbst gegebener Satzung auch nicht kann. „Das ist natürlich etwas merkwürdig an unserer Veranstaltungsgruppe, die keine Veranstaltungen macht“, erklärte Gruppensprecher Detlef Giesler. Ausnahme sei der Weihnachtsmarkt am Mühlrad. Der Verein sehe sich ansonsten weiter als Ideengeber. Die Umsetzung müsse durch andere erfolgen. „Das ist der Hammelsprung, den wir momentan machen. Vielleicht findet sich da in Zukunft ein anderes Modell“, so Andres. „Die Stadtverwaltung kann unterstützen, aber nur in der Ausnahme als Veranstalter einspringen. Aber es gibt ja andere Vereine in der Stadt, die dann Ideen von Wir umsetzen“, so Bürgermeister Tassilo von Bary, der das Engagement des Vereins insgesamt sehr positiv bewertet

Ein großer Erfolg sei der Kalenderflyer unter dem Titel „Veranstaltungswecker“, erklärte Andres. Der sei unter der Regie von Günter Knubbe zu einem echten Hit geworden und für 2016 sogar schon komplett durchfinanziert.  

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erstellt am 13.Nov.2015 | 16:47 Uhr

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