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Bad Oldesloe : Zwischen Abitur und Musikerträumen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oldesloer Band spielt auf der Frankfurter Musikmesse und bringt CD heraus

Erste CD aufgenommen, erfolgreiches Konzert zur Veröffentlichung gegeben, die nächste Runde eines großen Musik-Contests für sich entschieden – es könnte schlechter laufen für die jungen Oldesloer von „Small Steps“. Statt der im Bandnamen angekündigten kleinen Schritte geht es für die Oldesloer um die 20 Jahre mit großen Schritten weiter die Karriereleiter hinauf. Die Grundlage dafür ist eingängiger, souverän gespielter Mainstream-Pop aus der eigenen Feder.

„Ich finde, man kann ruhig sagen, dass das Schlagerpop ist“, grinst Frontfrau Luisa Kummerfeldt augenzwinkernd, während ihre Mitmusiker etwas entsetzt gucken. „Schlagerpop?“ – ein Begriff, für den man vor einigen Jahren von Nachwuchsbands noch vom Hof gejagt worden wäre, hätte man sie so betitelt. Doch der Erfolg ähnlicher deutschsprachiger Bands macht es möglich, dass Mainstream-Affinität nicht mehr ein Imagemakel sein muss – im Gegenteil: „Es ist Popmusik – warum sollte man das anders nennen?“, sagt Luisa selbstbewusst, und da stimmen die Mitmusiker zu. Das Bühnentalent macht schon seit Jahren in Stormarn auf sich aufmerksam. Zuerst auf der Bühne des Kleinen Theaters in Bargteheide, dann in der Castingshow „The Voice“. Ihr Charisma ist es auch, das auf der Bühne die Band von anderen Gruppen abhebt.

Mit Gitarrist Maximilian Neßmann verbindet sie seit Jahren eine musikalische Freundschaft. Er bildet mit ihr den festen Kern ihrer musikalischen Projekte. „Ich denke, dass das auch noch viele Jahre so bleiben wird, egal was passiert.“ Die übrigen „Small Steps“-Mitglieder stießen nach und nach neu hinzu. „Ich denke aber, dass wir uns jetzt gefunden haben“, betont Luisa.

Die gerade veröffentlichte EP „Stopp die Zeit!“ erntet bei Fans gute Kritiken. Darauf ist die Band mit eingängigen, aber zugleich textlich leicht melancholischen Noten zu hören. Zum Releasekonzert im „Farmer’s Pub“ kamen rund 200 Zuhörer. „Das war schon super und ein wenig verrückt. Manche wollten Autogramme und die CDs gingen sehr schnell weg“, freut sich Luisa.

Wohin die gemeinsame musikalische Reise gehen soll, steht noch nicht ganz fest. „Erstmal jetzt Abitur machen und dann schauen, was noch so passiert“, sagt Bassist Steffen Buchholz ganz realistisch. Man wisse ja schließlich nie, wohin es einzelne Bandmitglieder verschlagen wird. „Ich möchte mich ein Jahr lang auf Musik konzentrieren“, weiß hingegen die Frontfrau. „Mein Anspruch ist da vielleicht auch ein anderer“, betont sie. Bei Fragen nach den Zielen und Ansprüchen fangen die Bandmitglieder direkt an zu diskutieren. „Vor 15 000 Leuten spielen, das wäre es“, sagt Maxi und in dem Punkt ist man sich einig. Aber wie viele musikalische Zugeständnisse würde man dafür machen?

Viele Zuschauer werden sicher am 9. April beim Auftritt auf der Musikmesse in Frankfurt sein, den sie über den School-Jam gewonnen haben. Luisa: „Das wird eine tolle Erfahrung. Wir freuen uns total drauf.“  

>Heute Abend ist die Band ab 20 Uhr im Feierwerk (Oldesloe) als Vorband von Melanie Dekker zu sehen.

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erstellt am 01.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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