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Gute Zahlen und satter Gewinn : Zweites Rekordjahr für Sparkasse

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sowohl bei den Kundeneinlagen als auch im Kreditgeschäft legt die Sparkasse Holstein zu. Das Betriebsergebnis steigt auf 76,8 Millionen Euro.

von
erstellt am 21.Feb.2014 | 12:00 Uhr

„2013 ist bei uns alles gut gelaufen. Das hat man nicht jedes Jahr“, zeigte sich Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Lüdiger mehr als zufrieden mit dem Geschäftsergebnis. Berechtigterweise: Bereits 2012 hatte die Sparkasse Holstein mit 61,7 Millionen Euro ein Rekord-Ergebnis hingelegt, „das sich nicht jedes Jahr wiederholen lässt“, so Lüdiger vor zwölf Monaten.

Von den guten 2012er Zahlen hatte die Sparkasse aber nicht so viel, weil erst mal 35 Millionen Euro für die HSH Nordbank und die Landesbank Berlin „abgezogen“ wurden. Auch 2013 waren Ausgleichszahlungen für schwächelnde Institute fällig: Mehr als vier Millionen Euro wurden noch mal für Berlin abgeschrieben, bei der HSH könnte es bis zu eine Million sein. Und für die Sparkassen Bredstedt und Südholstein musste man fast 18 Millionen in den Unterstützungsfonds einzahlen. „Aber das Thema ist jetzt durch“, sagt Lüdiger, der angesichts der guten Zahlen auch nicht über die 20 Millionen Euro traurig ist, die die Sparkasse Stormarn an Steuern zahlen muss.

Bei einer Bilanzsumme von 5,5 Milliarden Euro stieg das Betriebsergebnis auf 76,8 Millionen Euro (vor Bewertung). Nach Steuern sind es noch 30,7 Millionen Euro. Der ausgewiesene Gewinn liegt nach Eigenkapital-Zuführung und 4,25 Millionen für die Stiftungen bei 12,2 Millionen Euro und damit auf Vorjahresniveau. Wichtigere Kennziffern sind der Zinsüberschuss von 2,54 Prozent oder ein Betriebsergebnis von 1,37 Prozent der Bilanzsumme. „Phänomenal gute Zahlen“, so Lüdiger, „die sich nicht so schnell wiederholen werden.“

Erzielt wurden die Ergebnisse nicht durch Finanzgeschäfte, sondern durch eine klare Wachstumsstrategie. Hauptergebnistreiber ist das Firmenkundengeschäft. „In der Finanzkrise hatten wir einen Kreditrahmen bereitgestellt und sind seitdem kontinuierlich gewachsen, im vergangenen Jahr um 5,8 Prozent“, so Lüdiger. Das größte Wachstum gab es im Bereich neue Energien, der um 80 Prozent zulegte. Das Kreditvolumen erhöhte sich insgesamt um 3,5 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen stiegen trotz Niedrigzinsen um 2,9 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro.

Auf der Habenseite stieg die Zahl der Privatkonten um netto fast 4400 auf 172 678, die Kundeneinlagen erhöhten sich um 100 Millionen auf 3,7 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent, mehr als andere Geldhäuser schafften, aber zwischen Einlagen und Kreditvolumen sind es immer noch eine Milliarde Euro Differenz. Auch das ist ein Grund, warum die Sparkasse Holstein verstärkt in Hamburg tätig wird. In Wandsbek, dem Ursprungssitz der Sparkasse Stormarn, sowie in Sasel gibt es bereits Filialen, in Billstedt eine zur Selbstbedienung. In Rahlstedt ist die neue Filiale auf dem alten Standort von 1928 im Bau.

Auch dort, wo andere Banken ihr Filialnetz ausdünnen, will die Sparkasse Holstein in Lücken stoßen. Mehr als ein Drittel aller Einwohner in Stormarn und Ostholstein hatten heute schon ein Konto bei der Sparkasse Holstein, 40 Prozent sollen es in nicht allzu langer Zeit sein.

„Die Kunden wollen Nähe“, weiß der Vorstand aus Umfragen. 45 Prozent der Neukunden nannten die Nähe einer Filiale als Grund für den Wechsel, weitere 45 Prozent kamen auf private Empfehlung zur Sparkasse. Beides Pfunde, mit denen man weiter wuchern will. „Wir haben schon viel erreicht, wollen aber noch besser werden, zum Beispiel in der Reaktion auf Beschwerden. Deshalb steht Kundenzufriedenheit jetzt für alle Mitarbeiter bis hin zum Hausmeister im Mittelpunkt“, sagt Lüdiger.

Nicht nur an der Unternehmenskultur, auch an der Unternehmensstruktur werde ständig gearbeitet. „Wir haben tolle Mitarbeiter, aber die Veränderungsprozesse sind gewaltig und die Arbeitsbelastung ist nicht geringer geworden“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Immerhin: Vom guten Ergebnis 2013 haben auch die Mitarbeiter etwas: „Sie werden am Gewinn beteiligt.“

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