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Bad Oldesloe : Zweiter Anlauf für Partnerfest

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Mitglieder der Freundeskreise hoffen auf Planungssicherheit für Oldesloer Jubiläum. Eventuell wird ein Kompromiss gefunden.

Nächstes Jahr bestehen die Städtepartnerschaften von Bad Oldesloe mit Olivet (Frankreich) und Kolberg (Polen) 20 Jahre. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Nur ist leider kein Geld da. Die beiden Freundeskreise haben ein Programm für Anfang Mai auf die Beine gestellt und beantragen dafür einen städtischen Zuschuss über gut 36  000 Euro. In der September-Sitzung des Hauptausschusses herrschte zwischen Gegnern und Befürwortern des Antrags ein Patt. Keine Mehrheit – kein Geld (wir berichteten).

Damit der Freundeskreis Planungssicherheit bekommt, hat die Verwaltung das Thema nochmals auf die Tagesordnung des morgen tagenden Hauptausschusses gehoben. Ob das denn etwas bringt? „Ich bin auch jeden Fall positiv gestimmt“, sagt Kolberg-Freundeskreis-Vorsitzende Hildegard Pontow. Sie kommt grade aus der polnischen Partnerstadt und hat dort in Erfahrung gebracht, dass es Zuschüsse vom Jugendwerk und dem Kolberger Bürgermeister geben könnte. „Es ist bitter“, bedauert Hildegard Pontow: „Im Moment gibt es eine ganze Menge Engagement in Kolberg.“

Die Fraktionen werden erst heute Abend abermals über das Thema diskutieren. Aber eine Tendenz zeichnet sich bereits ab. „Ich glaube, dass wir das Geld bewilligen sollten“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Möller: „Es ist jetzt alles ausführlich beschrieben und nicht sonderlich überzogen.“ Ohne spezielle Kosten im Auge zu haben, deutet er an, dass es „kleine Kürzungen“ geben könnte.

Ganz anders die Haltung der Sozialdemokraten. „36  000 Euro sind nicht zu rechtfertigen“, stellt SPD-Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann klar: „Ich würde mir mehr gelebte Partnerschaft wünschen anstelle von offiziellem Abfeiern nach dem Motto: Wer fährt das größte Essen auf.“ Sie fordert mehr Fantasie bei der Programmplanung. „Man gibt sich überhaupt keine Mühe, Arrangements außerhalb der üblichen Pfade auf die Beine zu stellen“, kritisiert sie.

Wilfried Janson von den Grünen sieht die Angelegenheit weniger streng. „Wir wollen keine Luxussause. Auf keinen Fall kann es die 36  000 Euro geben“, stellt er klar, ergänzt dann aber: „Es darf nicht so wenig werden, dass gar nichts mehr geht. Da sollte ein Kompromiss gefunden werden.“ Wie der aussehen könnte, skizziert Janson auch gleich: „Ein großer Teil der Kosten ist für Essen. Vielleicht können die Teilnehmer bewegt werden, selber zu zahlen.“

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 13.Okt.2015 | 06:00 Uhr

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