Bad Oldesloe : Zweirädrige Symbolkraft

Treffen der Bürgermeister und Koordinatoren: Ahrensburg, Bargteheide, Barsbüttel, Glinde, Oststeinbek, Reinbek, Reinfeld, Trittau und Bad Oldesloe nehmen am „Stadtradeln 2018“ teil.
Treffen der Bürgermeister und Koordinatoren: Ahrensburg, Bargteheide, Barsbüttel, Glinde, Oststeinbek, Reinbek, Reinfeld, Trittau und Bad Oldesloe nehmen am „Stadtradeln 2018“ teil.

Neun Stormarner Kommunen nehmen vom 2. bis 22. Juni am „Stadtradeln“ teil.

shz.de von
23. Mai 2018, 18:06 Uhr

Gemeinsam in die Pedale treten und so etwas Positives für die eigene Gesundheit und das Klima bewirken – neun Stormarner Kommunen nehmen am „Stadtradeln“ teil, einem großen Wettbewerb, bei dem es zunächst intern in den Städten und Gemeinden darum geht, welches Team die meisten Radkilometer zurücklegt, bei dem sich aber auch untereinander gemessen wird - kreis-, landes- und sogar bundesweit. Innerhalb Stormarns konnte sich in den vergangenen beiden Jahren Bargteheide an die Spitze setzen „Den Titel wollen wir gerne verteidigen“, sagt Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse Gobrecht. Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch nimmt die Herausforderung gerne an und antwortet: „Wir wollen dieses Jahr gewinnen“.

Doch beim „Stadtradeln“ geht es um viel mehr. „Die Symbolik ist wichtig. Klimapolitik fängt im Kleinen an. Nur weil der Nachbar trotzdem einen Porsche fährt, heißt es ja nicht, dass meine Teilnahme am Stadtradeln nichts bringt“, so Oststeinbeks Bürgermeister Jürgen Hettwer. Gleichzeitig wird das Bewusstsein für die Nutzung des Zweirads gestärkt. „In Trittau merkt man den Effekt deutlich. Die Radfahrer suchen sich ihre Räume und fordern sie auch immer mehr ein“, so Mesch. Auch in Sachen Radtourismus sieht er einen Zuwachs. „Es gibt bei uns noch Luft nach oben in Bad Oldesloe, aber für die Schärfung des Bewusstseins bringt die Aktion viel“, ist sich Agnes Heesch sicher, die die Aktion in Bad Oldesloe koordiniert. „Die anderen Städten sind uns mit Schulteilnehmern und so weiter voraus, aber das kann ja auch ein Ansporn sein“, sagt sie. „Ich würde mir wünschen, dass der Kreis sich noch deutlicher für Radschnellwege und die Infrastruktur einsetzt“, ergänzte Barsbüttels Bürgermeister Thomas Schreitmüller. Auch Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann betonte diesen Punkt. „Reinfeld hat quasi keine Radwege mehr. Ich selbst fahre ständig Rad, fühle mich da aber manchmal schon etwas als Exot“, sagte er. Auch Glindes Bürgermeister Rainhard Zug und Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach betonten die Wichtigkeit, die Infrastruktur für Radfahrer zu verbessern. „80 Prozent der Haushalte haben ein Fahrrad, aber nur zehn Prozent der Wege werden damit absolviert“, weiß Landrat Henning Görtz.

„Ich finde es sehr gut, dass so viele Kommunen mitmachen. Das hat eine gute Signalwirkung“, ist sich Isa Reher, Klimaschutzbeauftragte des Kreises, sicher.

Der ADFC organisiert wieder die Sternfahrt zum Auftakt am 2. Juni , die dieses Mal mit einem Picknick am Großensee endet. Insgesamt sind bereits 817 Radler in 118 Stormarner Teams angemeldet. Mehr Infos unter www.stadtradeln.de.

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