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Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 13:26 Uhr

Zwei Stormarner ein Jahr in USA

vom

Franz Thönnes verabschiedete Marc-Alexander Westphal und Aaron Braun ins PPP-Programm des Bundestags

Bad Oldesloe | "Amerika war immer mein Traum", sagt Aaron Braun. Der 16-Jährige aus Meddewade wird als Stipendiat des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms für ein Jahr in die USA reisen. Dass er noch nicht weiß, wo es hingeht und er noch keine Gastfamilie hat, macht ihm nichts aus.: "Ich hätte auch kein Problem, nach Alaska zu gehen. Wäre vielleicht sogar besonders interessant wegen der Natur."

Obwohl es ihm schon wichtig wäre, dass die Gastfamilie musikalisch ist, weil er seit seiner Kindheit Klavier spielt. Und dem Fußball würde er drüben auch gern treu bleiben. Angesichts der "Super-Möglichkeit", im Programm von Bundestag und US-Kongress zu reisen, Land und Leute kennenlernen zu können, sind das allerdings Marginalien. Bedenken, so lange von zu Hause fort zu sein, hat der Schüler der Oldesloer IES nicht. "Ich war letztes Jahr drei Monate im Austausch in Frankreich."

Aaron Braun hatte in der Zeitung von PPP gelesen und sich beworben. Nach Tests, einer Selbstbeschreibung auf Englisch mit Vortrag und Gesprächsrunden war er einer von sieben Kandidaten. Genauso wie Marc-Alexander Westphal aus Hammoor. Ein ehemalige Freundin, die selbst an dem Programm teilgenommen hatte, hatte ihn immer wieder gestichelt. "Dann habe ich mich beworben, auch wenn man denkt, dass es sowieso nicht klappt", sagt der 24-Jährige, der im Frühjahr seine Ausbildung zum Logistik- und Speditionskaufmann abgeschlossen hat.

Er weiß bereits wohin es geht, nach Atlanta, wo er sich bereits bei Kursen in der Universität eingetragen hat. Seine Schwerpunkte: International Management und Marketing. "Heutzutage braucht man Auslandserfahrung, um beruflich voran zu kommen", sagt Westphal, der sich nach Abitur und Zivildienst vergeblich um einen Studienplatz bemüht hatte.

Ein halbes Jahr wird er studieren und auch seinem Schwimmsport nachgehen, ein halbes Jahr sollen die älteren PPP-Stipendiaten arbeiten. "Den Job muss man sich selbst sichen", sagt der Hammoorer, der gerne nach New York möchte und schon mal bei Google vorgefühlt hat. Westphal sieht sein USA-Jahr vor allem als persönliche Weiterbildung: "Dafür ist das Programm herausragend. Man bekommt Einblicke in Strukturen und kann mit Abgeordneten sprechen."

Nicht nur in Deutschland, auch in den USA haben die Stipendiaten Paten. Der Ammersbeker SPD-Abgeordnete Franz Thönnes macht das, seit er im Bundestag ist, "weil es Verständnis und Toleranz zwischen den Völkern und die persönliche Entwicklung der jungen Leute fördert". Von den vielen Bewerbern wurden ihm sieben vorgeschlagen, die er zu einem Gespräch einlud. "Dabei geht es nicht um Schulnoten, sondern darum, ob der- oder diejenige in den USA als junger Botschafter Deutschlands auftreten kann", sagt Thönnes, dem die Auswahl "in diesem Jahr besonders schwer gefallen" ist.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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