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Abgeschaltetes Atomkraftwerk : Zwei Pannen im AKW Krümmel

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Bei einer Funktionsprüfung im abgeschalteten Atomkraftwerk Krümmel startete unter anderem ein Notstromdiesel nicht ordnungsgemäß.

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2014 | 17:25 Uhr

Geesthacht | Im stillgelegten Atomkraftwerk Krümmel in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) haben sich zwei Pannen ereignet. So startete bei einer Funktionsprüfung am vergangenen Freitag einer der sechs Notstromdiesel nicht ordnungsgemäß, weil eine Baugruppe defekt war, berichteten am Dienstag die Atomaufsicht in Kiel und Betreiber Vattenfall. Nach dem Austausch der Baugruppe sei der Diesel reibungslos angesprungen. Nach den Vorgaben müssen mindestens zwei Notstromdiesel betriebsbereit sein.

Außerdem fiel eine Füllstandsanzeige im Brennelement-Lagerbecken aus, hieß es. Deshalb wurden falsche Werte angezeigt. Vier weitere Anzeigen arbeiteten fehlerfrei. Die Messstelle funktionierte nach Austausch eines defekten Bauteils wieder ordnungsgemäß.

Beide Vorfälle gelten laut Energieministerium als sicherheitstechnisch weniger bedeutsam. Zu keinem Zeitpunkt seien die Schutzziele der Anlage gefährdet gewesen, gab Vattenfall an. Das Atomkraftwerk an der Elbe darf seit 2011 keinen Strom mehr erzeugen. Dort befinden sich aber noch bestrahlte Brennelemente aus dem früheren Reaktorbetrieb, die ständig im Lagerbecken gekühlt werden und von Wasser überdeckt sein müssen. Deshalb müssen Notstromdiesel und die Überwachung des Lagerbecken-Füllstandes weiterhin funktionieren.

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