Zwei Nachwahlen an diesem Sonntag

In Bargteheide und Ammersbek sind 8000 Stimmberechtigte an die Wahlurnen gerufen

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01. Juni 2018, 11:00 Uhr

In der Stadt Bargteheide und der Gemeinde Ammersbek müssen einige Wähler an diesem Sonntag noch mal an die Urne. Weil der Direktkandidat der UWA im Ammersbeker Wahlbezirk Hoisbüttel 2 und im Kreistags-Wahlbezirk Bargteheide Süd-Ost verstorben war, musste die Wahl verschoben werden. In Ammersbek sind rund 1650 Wahlberechtigte aufgerufen, in Bargteheide etwa 6500.

Das Kreistags-Direktmandat wird sich zwischen Norbert Siemer (CDU) und Susanne Danhier (SPD) entscheiden. Auch die Grünen, FDP, AfD, Linke, Freie Wähler und Forum 21 treten mit Direktkandidaten an. Die UWA hatte niemanden nachnominiert. Die CDU könnte ihr 24. Direktmandat gewinnen, was die Sitzverteilung im Kreistag aber nicht ändern würde.

Sollte die SPD gewinnen, ändert sich ebenfalls nichts, da Susanne Danhier bereits einen Platz über die Liste hat. Sollte allerdings die FDP gut abschneiden, könnte es für ein sechstes Fraktionsmitglied reichen, wodurch sich die Zahl der Kreistags-Abgeordneten noch mal um einen Sitz auf 64 erhöhen würde. Nominell sollten es nur 49 sein.

Für Ammersbek, Bargteheide und die Kreisverwaltung bedeutet die Nachwahl einen ähnlich hohen Aufwand wie die normale Wahl. Neben der Vorbereitung sind in beiden Städten am Wahltag die Rathäuser besetzt, in Ammersbek wird es auch eine Präsentation der Ergebnisse geben. Bargteheide muss sieben Wahllokale bestücken Das Ergebnis der Auszählung wird erst ins Rathaus, dann an den Kreis gemeldet.

In Ammersbek hatte es am 6. Mai das knappste Kreiswahlergebnis gegeben. Sigrid Kuhlwein holte in Bünningstedt mit 26,5 Prozent und 1,1 Punkten Vorsprung das einzige Direktmandat für die SPD. Tim Schirrmacher in Glinde I und Frank Lauterbach in Glinde II bekamen zwar mehr Prozentpunkte (28,2 und 29,6), lagen aber hinter den CDU-Kandidaten. Die schlechtesten Ergebnisse fuhren die Sozialdemokraten mit 17,1 Prozent in Siek und Tangstedt ein.

Mit Werten zwischen 26 und 27,3 Prozent hatten sich die CDU-Bewerber in Reinbek – Hans Helmut Enk, Patrick Ziebke und Niklas Schwab – sowie Birgit Reichardt-Mewes durchsetzen können. Die besten Ergebnisse ab 44 Prozent holten Kirstin Krochmann (Oldesloe-Land ), Joachim Wagner (Oststeinbek), Florian Drebber (Siek), Dennis Möck (Nordstormarn) und Daniela Brunke (Lütjensee, 46,4 Prozent).

Nach den vorläufigen Berechnungen verfügt die CDU im neuen Kreistag über 23, die SPD über 14, die Grünen über zwölf, die FDP über fünf, die AfD über vier, die Linke über drei und Freie Wähler sowie Forum 21 über je einen Sitz.

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