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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 13:34 Uhr

Zwei-Millionen-Marke erreicht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vorläufige Bilanz in der „Weihnachtsstadt des Nordens“ fällt positiv aus – wegen der in diesem Jahr zusätzlichen Öffnungswoche

So lange geht der Weihnachtsmarkt selten: Da Heiligabend auf einen Sonnabend fiel, konnten die 132 Punsch-Buden und Stände in der Innenstadt insgesamt sechs Wochen lang öffnen. Mehr Umsatz habe es aber dadurch nicht gegeben, sagen die Schausteller. Bis zum Jahresende soll wieder die magische Zahl von zwei Millionen Besuchern auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt erreicht werden.

Eine vorläufige positive Bilanz zieht der Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM), Christian Martin Lukas: „Der Lübecker Weihnachtsmarkt erfreute sich wieder großer Beliebtheit. Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden, vor allem an den ersten drei Adventswochenenden war der Ansturm groß. Aber auch der 4. Advent und die übrigen Tage vor dem Weihnachtsfest waren gut besucht.“

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe: „Die tragischen Ereignisse auf dem Berliner Weihnachtsmarkt haben nicht zu einer Beeinträchtigung unseres Weihnachtsmarktes geführt, das Interesse an Lübeck als Weihnachtsstadt des Nordens ist ungebrochen. Wir erwarten bis Jahresende wieder bis zu zwei Millionen Besucher und freuen uns, dass Lübeck ein gefragtes Reiseziel für Gäste aus dem In- und Ausland ist.“

Der Kunsthandwerkermarkt im historischen Heiligen-Geist-Hospital, der alljährlich von rund 200 ehrenamtlichen Helferinnen des Deutschen Verbandes Frau und Kultur e.V. Gruppe Lübeck ausgerichtet wird, konnte auch in diesem Jahr wieder über 40  000 Besucher und einen Reinerlös von rund 80  000 Euro verzeichnen, der sozialen und kulturellen Projekten in der Hansestadt zugutekommt.

Der Kunsthandwerkermarkt in St. Petri war ebenso wieder ein beliebter Anziehungspunkt und zog bis zum Toresschluss am 4. Advent über 44  400 Besucher an. Der Historische Weihnachtsmarkt auf dem Kirchhof von St. Marien wird laut Veranstalter Frank Peschlow von Jahr zu Jahr beliebter. Insbesondere die Beleuchtung mit den roten Weihnachtssternen, die in diesem Jahr neu angeschafft worden waren, seien der Hingucker und ein besonderes Fotomotiv gewesen, so Peschlow. Der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Markt am Rathaus und in der Fußgängerzone Breite Straße, der Märchenwald an der Marienkirche und der Sternenwald auf dem Schrangen haben noch bis zum 30. Dezember geöffnet. Der Maritime Weihnachtsmarkt auf dem Koberg schließt am heutigen Donnerstag. Das Weihnachtswunderland an der Obertrave hat dagegen noch bis zum 1. Januar seine Pforten auf und lädt zu Silvester für die ganze Familie und zum Neujahrslaufen auf der Kindereisbahn ein.

„Der Lübecker Weihnachtsmarkt muss sich durch ein attraktives Gesamtbild, ein gutes Preis- Leistungsverhältnis und durch den Besucherservice von anderen Weihnachtsmärkten in Norddeutschland abheben“, erläutert Christian Martin Lukas.

„Bei uns ist alles im grünen Bereich. Aber wir waren angesichts des dramatischen Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt schon sehr betroffen. Glücklicherweise haben wir keine negativen Auswirkungen auf die Stimmung der Besucher hier bei uns in Lübeck feststellen können“, stellt Holger Bock, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Lübeck und Umgebung, kurz vor Ablauf der Weihnachtssaison 2016 fest. „Das Hauptgeschäft war bis zum 4. Adventswochenende bereits vorbei, von daher befürchten wir keine Umsatzeinbußen. Aufgrund der verlängerten Veranstaltungsdauer in diesem Jahr gehen wir davon aus, dass wir die Umsätze aus dem Vorjahr erreichen werden. Im nächsten Jahr wird der Weihnachtsmarkt wieder eine Woche kürzer sein.“

Der Markt rund um das Rathaus stellte wie in jedem Jahr das Herz des Weihnachtsmarktes dar und war der Hauptanziehungspunkt für die Besucher. Die Händler auf den Veranstaltungsflächen auf dem Markt, in der Breite Straße, auf dem Koberg, an der Obertrave und auf dem Schrangen zeigten sich zufrieden mit ihren Umsätzen. Insgesamt boten 132 Stände Handel, Kunsthandwerk und Gastronomie an.



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