zur Navigation springen

Abstiegskampf : Zwei Mannschaften, zwei Trainer – ein Neuanfang

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Björn Manke und Michael Schmal wollen als neue Trainer der Fußball-SH-Ligisten den SV Eichede II und den SSC Hagen Ahrensburg vor dem Abstieg retten. Im Doppelinterview sprechen die Neulinge vor ihrem Debüt über ihre Erwartungen.

Mit Björn Manke und Michael Schmal werden sowohl beim SV Eichede II (gegen Kropp) als auch beim SSC Hagen Ahrensburg (gegen Meldorf) am Sonntag zwei neue Trainer ihr Debüt in der Fußball-SH-Liga feiern. Aufsteiger SV Eichede II trennte sich zuletzt von Gerd Dreller, um einen neuen Impuls im Abstiegskampf zu setzen. Wenige Tage später wurde auch Jan Jakobsen beim Ligarivalen SSC Hagen aufgrund von ausbleibender Erfolge geschasst. Beide Clubs entschieden sich für eine interne Lösung hinsichtlich der Nachfolgeregelung auf der Trainerbank. Beide Neulinge haben nun die schwere Aufgabe, ihre Mannschaft aus der Abstiegszone zu führen. Das Tageblatt sprach mit Björn Manke und Michael Schmal.

 

Björn Manke und Michael Schmal, wenn Sie wählen müssten: Sackhüpfen und Eierlaufen oder Medizinball und Coopertest?

Manke (stutzt): In der SH-Liga sicherlich Medizinball und Coopertest, die körperlichen Voraussetzungen sind zunächst das Wichtigste.

Schmal (lacht): Nach dem Sackhüpfen würde ich die Spieler direkt zum Coopertest laden. Der Mix macht’s.

 

Geht es in der jetzigen Situation nach dem Trainerwechsel eher darum, den Spaß wieder zu finden oder den Spielern Beine zu machen?

Manke: In erster Linie ist die körperliche Fitness erforderlich, um mithalten zu können. Aber der Spaß darf natürlich nicht fehlen – also ist wohl eine Mischung aus beidem wichtig.

Schmal: Der Spaß am Fußball ist natürlich das A und O. Wenn ein Team im Abstiegskampf steckt, ist das eine bittere Pille, die Stimmung ist im Keller. Wir müssen jetzt den Kopf frei bekommen und für Spaß sorgen – aber nebenbei muss auch konzentriert an Details gearbeitet werden.

 

Ihre Mannschaft steckt im Abstiegskampf, hat im Schnitt nicht mehr als ein Tor pro Spiel erzielt und durchschnittlich zwei Gegentreffer pro Partie kassiert. Wo müssen Sie den Hebel zunächst ansetzen?

Manke: Wir trainieren ja gemeinsam mit der Regionalliga-Mannschaft und machen keine separaten Einheiten, außerdem ändert sich der Kader von Spiel zu Spiel, weil wir Unterstützung von oben erhalten. Ich denke, dass wir grundsätzlich zusehen müssen, dass hinten die Null steht und wir vorne mehr Durchschlagskraft entwickeln. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber – das Potenzial für den Klassenerhalt ist vorhanden.

Schmal: Wir brauchen eine gute Organisation gegen den Ball, müssen defensiv besser stehen. Das fängt bei den Stürmern an, die die Wege zurück mit gehen müssen. Das müssen wir jetzt alles aufeinander abstimmen. Jeder Trainer hat seine Vorstellung von Fußball. Ich möchte sehr aktiv spielen lassen, den Gegner früh unter Druck setzen, den Ball schnell laufen lassen.

 

Ihrem Vorgänger wurde unter anderem vorgeworfen, am Spielfeldrand nicht genügend Einfluss auf des Geschehen genommen zu haben. Wie ist Ihr Verständnis in Sachen Coaching?

Manke: Ich bin nicht der Typ, der am Rand steht und rumschreit. Natürlich werde ich Einfluss von außen nehmen. Ich erwarte aber auch, dass die Spieler auf dem Platz Verantwortung übernehmen und in der Lage sind, bestimmte Dinge selbst zu regeln

Schmal: Entweder man ist Helfer oder Hampelmann. Ich mache mich an der Seitenlinie bemerkbar, wenn ich sehe, dass etwas schief läuft. Aber permanentes Kommentieren wie ein Sportreporter, das mache ich nicht. Die Spieler hören irgendwann nicht mehr zu.

 

Bisher haben Sie keine Erfahrungen als Cheftrainer im Herrenbereich gesammelt, warum retten ausgerechnet Sie ihre Mannschaft vor dem Abstieg?

Manke: Durch die Zusammenarbeit mit Oliver Zapel habe ich viel gelernt. Jetzt bin ich 36 Jahre alt und der Schritt, eine Herrenmannschaft zu übernehmen, war nach jahrelanger Arbeit im Jugendbereich zwangsläufig. Dass es nun gleich eine SH-Ligamannschaft ist, ist eine tolle Herausforderung für mich. Ein Vorteil könnte sicherlich sein, dass ich viele Spieler noch aus meiner Zeit als Jugendtrainer beim SV Eichede kenne.

Schmal: Auch ich kenne viele Spieler noch aus meiner Zeit als Jugendtrainer und bin davon überzeugt, dass ich das Potenzial der Jungs abrufen kann, das zweifellos in ihnen steckt. Das Amt ist eine Herausforderung für mich, die Zeit war reif, diesen Posten anzunehmen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 26.Okt.2013 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen