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Stormarner Feuerteufel : Zwei Brandstifter gefasst

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die jungen Männer, die in Schwarzenbek gefasst wurden, sind auch für Taten in Stormarn veranwortlich.

Wieder brannte es in der Nacht, aber die Polizei erzielte auch ein ersten wichtigen Erfolg bei der Suche nach den Brandstiftern, die seit einem Dreivierteljahr Feuerwehr und Polizei, Landwirte und Bürger in Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg in Atem halten. In Schwarzenbek hat die Polizei zwei junge Männer festgenommen, nachdem ein Papiercontainer, eine Gartenlaube und drei große Strohballen-Lagerplätze in Flammen aufgingen.

Mit einem Großaufgebot an Streifenwagen wurden sämtliche Ausfallstraßen abgeriegelt. Einem Beamten fiel schließlich ein markanter Skoda auf. Auf das Fahrzeug lagen bereits mehrere Hinweise, unter anderem aus Großhansdorf vor. Bei den Vernehmungen räumten die jungen Männer Anfang 20 mehrere Taten im Herzogtum Lauenburg sowie in Stormarn ein, unter anderem das Wohnmobil in Großhansdorf und 800 Heuballen vor gut einer Woche im Reinbeker Ortsteil Silk.

Ob die Täter für weitere Brandstiftungen in Stormarn und verantwortlich sind, wird überprüft. Direktions-Pressesprecher Holger Meier und Ahrensburgs Kripochef Ralf Lorenzen gehen nicht davon aus. „Wir haben es vermutlich nicht mit einem Täter oder einer Gruppe zu tun, sondern mit ganz unterschiedlichen und ganz diffuser Motivlage“, sagt Lorenzen. Auch wenn die beiden gefassten Männer mit dem Auto unterwegs waren, seien „reisende Täter bei Brandstiftung eher die Ausnahme“, so Lorenzen.

Das macht die Ermittlungen auch so schwierig und hat nicht nur den Feuerwehren, sondern auch bei der Polizei für manch schlaflose Nacht gesorgt. Um die Aufklärungsarbeit noch zu intensivieren hat die Kriminalinspektion Bad Oldesloe gestern eine Ermittlungsgruppe (EG) mit vier Beamten eingerichtet, die ihren Sitz in Ahrensburg hat.

In der Schlossstadt ging die Brandserie in der Nacht gleich weiter. Nach dem Feuer in einer Gartenlaube in der Nacht zum Sonntag löste die Leitstelle in Bad Oldesloe
am Sonntagabend um 20.34 Uhr erneut Alarm aus. Im Ahrensburger Redder brannten knapp 200 Rundballen. Als Polizeibeamte noch vor den Ortswehren Ahrensburg und Ahrensfelde dort eintrafen, stand die große Strohmiete bereits von allen Seiten komplett in Flammen.

Die Feuerwehr ließ sie kontrolliert abbrennen. „Hätten wir das Stroh auseinander gerissen, wäre der Funkenflug eine viel zu große Gefahr für die in unmittelbar Nähe lagernden Rundballen gewesen“, sagte Gemeindewehrführer Jürgen Stahmer. Sie wurden mit einem so genannten Hydroschild geschützt.

In unmittelbarer Nähe waren am 18. Januar 500 Strohballen abgefackelt, zwei Tage später wurden durch Brandstiftung weitere 700 Strohballen vernichtet. Inzwischen sind in Stormarn auch mehr als 20 Autos und mehrere Gartenlauben in Flammen aufgegangen.

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