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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 16:05 Uhr

Bargteheide : Zwei Bewerber für die Intendanz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Entscheidung zur Zukunft des Kleinen Theaters fällt Mitte Januar. Die Theaterschule läuft erstmal weiter. Pastor Roßmanek bietet seine Hilfe an.

Langsam kristallisiert sich die Zukunft des Kleinen Theaters in Bargteheide heraus. Denn die Ära der vor zwei Jahren verstorbenen Prinzipalin Kirsten Martensen nähert sich dem Ende. Seitdem hat Maren Kröger, die Geschäftsführerin und Gesellschafterin von KM Management, dieses Konzept weitergeführt. Doch sie will – wie berichtet – Mitte 2016 aufhören. Auch der Vertrag mit der Stadt läuft zu dem Zeitpunkt aus.

„Wir wollen die Theaterschule weiterführen“, sagt Regisseurin Caroline Dibbern. Darauf werde sie sich jetzt konzentrieren, eine Intendanz strebe sie nicht an. Sie sieht sich als Mitglied in einem Team. Veranstaltungen mit Kabarett oder Kleinkunst wie bisher möchte sie nicht organisieren. „Wir haben ohnehin nur acht Termine im Jahr dafür“, sagt sie.

14 Abende im Jahr stehen dem Kulturring Bargteheide zu, dazu kommen das Schleswig-Holstein Musik Festival und die Theatergruppe des Verschönerungsvereins. Den Löwenanteil hält mit 300 Tagen bisher Kinobetreiber Hans-Peter Jansen mit seinem Lichtspieltheater „Cinema Paradiso“. Mit ihm gebe es keine Konflikte, so Anja Libnau: „Er unterstützt uns nach Kräften.“

„Die Theaterschule kann am besten mit einer Vereinsstruktur weitermachen“, ergänzt Pastor Jan Roßmanek, der jetzt mit im Boot ist. Er werde darin in verantwortungsvoller Stelle mitarbeiten. Roßmanek setzt dabei auch auf das Engagement der Eltern, deren Kinder das Theaterspielen lernen.

Zwei Bewerber von außen bemühen sich unterdessen um die Intendanz. Wie es jetzt weitergeht, darüber soll eine Arbeitsgruppe der Stadt Mitte Januar entscheiden. „Bis dahin werden wir eine präsentable Lösung vorlegen“, so Caroline Dibbern, „wir sind mehr als gesprächsbereit.“ Für die Konflikte bei der Terminvergabe werde es eine Lösung geben. Darüber hatte sich in der Vergangenheit wiederholt der Kulturring beschwert.

Dibbern habe den Pastor um Unterstützung bei der Umstrukturierung gebeten. „Meine Kinder spielen hier Theater“, sagt Roßmanek, „deshalb möchte ich die Theaterschule retten.“ Das Vereinsteam stehe, im ersten Quartal werde es die Arbeit aufnehmen. „Der Zeitrahmen ist eng“, gibt Roßmanek zu, „wir werden jetzt vor allem die Eltern in der Übergangsphase informieren.“

Seit zwei Monaten reifen diese Pläne. „Ich habe jetzt das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind, die vielen Anbieter zum Wohl des Hauses konstruktiv voranzubringen“, sagt Roßmanek. Die Stärken der Elternschaft könnten für die Vereinsarbeit genutzt werden.

92 Kinder lernen zurzeit das Theaterspielen. Die Proben fürs kommende Jahr beginnen im März. „Es wird wieder drei Stücke zu Weihnachten geben“, kündigt Caroline Dibbern an, zwei große und ein kleines – wie gehabt und in guter Qualität.“ Das Herzstück von Kirsten Martensen werde in ihrem Sinne weitergeführt.

Das Publikum habe dem Team auch in der zweiten Saison die Treue gehalten. Mit Videos, Tanzelementen und Musik hätten auch neue Stilelemente Einzug gehalten. Das Wichtigste nennt Roßmanek: „Statt Playback singen die Kinder jetzt mit Headsets live, das verändert alles.“ Es werde weiterhin moderate Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge geben. „Wir werden auch versuchen, möglichst viele Kinder aufzunehmen.“ Finanziell sei diese Arbeit auf Kante genäht. „Wir brauchen Förderung jeder Art, etwa auch durch Sponsoren für eine Produktion.“

Caroline Dibbern hat in Christina Schlie eine geeignete Co-Regisseurin gefunden. Mit Anja Konings und Svetlana Frank ist auch die Choreografie gut besetzt. Anja Libnau organisiert die Zusammenarbeit im Team und das Büro. Neben Hans- Peter Jansen gehört auch Baki Abazi mit dem Restaurant Papillon als dritte Säule zu dem Theaterbetrieb.





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