Zurück in der Heimat

Bürgermeister Oliver Mesch und Amtsvorsteher Ulrich Borngräber begrüßten die Flüchtlingsbeauftragte Andrea Schröter.
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Bürgermeister Oliver Mesch und Amtsvorsteher Ulrich Borngräber begrüßten die Flüchtlingsbeauftragte Andrea Schröter.

Dipl.-Psychologin ist die neue Flüchtlingsbeauftragte

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19. Januar 2016, 14:36 Uhr

Andrea Schröter ist seit Anfang Januar die Flüchtlingsbeauftragte des Amtes Trittau. Die Diplom-Psychologin kommt aus Trittau. Sie hat in Magdeburg studiert und gearbeitet, kehrte 2010 in ihre Heimat zurück. Zuletzt war sie in der ambulanten Jugendpflege in Billstedt tätig. „Dort hatte ich schon viel Kontakt zu Asylbewerbern. Ich würde gerne auch ehrenamtlich arbeiten, aber dazu bleibt mir neben Beruf und mit zwei kleinen Kindern keine Zeit. Insofern verband dieser Job alle meine Interessen“, sagt die 32-Jährige, die sich freut, am Wohnort arbeiten zu können.

In den ersten Tagen hat sie sich bereits die Unterkünfte angesehen und mit den Ehrenamtlichen bekannt gemacht. „Sie sind das Bindeglied zwischen den Flüchtlingen, dem Ehrenamt und der Verwaltung“, beschreibt Bürgermeister Oliver Mesch die Aufgabe. Er findet es auch wichtig, für die Frauen eine Ansprechpartnerin zu haben.

Insgesamt wurden und werden wegen des Ansturms der Flüchtlinge sechs neue Stellen in Teilzeit geschaffen: Eine Mitarbeiterin im Fachdienst Soziales, einer für den Fachdienst Gebäude Infrastrukturmanagement, zwei Betreuer für die Unterkünfte und ein Hausmeister wurden eingestellt bzw. engagiert.

„Die sehr geballten Zuweisungen haben uns im vergangenen Jahr etwas überrollt. Großes Lob an die Ehrenamtlichen, die viele Aufgaben übernommen haben“, sagt Amtsvorsteher Ulrich Borngräber. Teilweise hatte es sogar Wartelisten von Helfern gegeben, da nicht alle sofort eine Aufgabe bekamen. „Es ist gut, dass da jetzt jemand mit Vollgas rangeht“, so Borngräber. Aus einem Kreisprojekt gibt es Sprach- und Kulturmittler, die nach Auslaufen des Projekts direkt vom Amt engagiert werden. Teilweise arbeiten sie selbstständig, teilweise bei der Awo. Die Finanzierung erfolgt über Landesmittel.

243 Flüchtlinge sind im Amt untergebracht. Rund 100 Ehrenamtliche haben sich organisiert, um ihnen zu helfen. Mesch: „Bis jetzt müssen keine anderen Menschen oder Institutionen darunter leiden. Flüchtlinge und andere Bedürftige sind gleichgestellt, es gibt keine Verteilungskämpfe.“


Andrea Schröter ist telefonisch unter 0162/ 4796512, per Fax unter (04154) 807975 und per Mail unter a.schroeter@trittau.de zu erreichen.

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