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Reinbek : Zum Sprachunterricht geht’s in den Keller

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ehrenamt und großzügige Spender ermöglichen in Reinbek Deutschkurse

Die ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung hat in Reinbek einen hohen Stellenwert – trotzdem braucht es ab und zu größzügige Spender, um ein Ideen zu verwirklichen. Ein solches Projekt ist der Sprachunterricht insbesondere für Frauen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung.

In der Flüchtlingsunterkunft in der Hans-Geiger-Straße 4a gibt es nun einen Unterrichtsraum, der mit
Tischen und Stühlen, Whiteboards und entsprechendem Lehrmaterialen ausgestattet wurde. Der Lions-Club Hamburg-Billetal, der Rowohlt Verlag und die Hamburger Sparkasse spendeten aus verschiedenen Aktionen insgesamt rund 25  000 Euro. Die Auszubildenden des Rowohlt-Verlags zum Beispiel beteiligten sich mit dem Verkaufserlös vom Reinbeker Weihnachtsmarkt.

Auf der anderen Seite des Flures im Untergeschoss der Unterkunft wurde der Betreuungsraum für Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren eingerichtet. „Das ist für viele Frauen sehr wichtig, dass ihre Kinder betreut werden“, sagen Maria Mannchen und Beate Westermann. „Die Frauen haben sehr großes Interesse daran, die Sprache zu lernen“, sagen die beiden Initiatorinnen, „im Moment haben wir zwölf Teilnehmerinnen.“

Die Hans-Geiger-Straße 4a ist die größte Unterkunft in Reinbek. In dem Block leben 67 Flüchtlinge aus fünf Ländern, die meisten kommen aus Afghanistan. Das Gebäude mit 24 Wohnungen war ursprünglich als Seniorenwohnheim gedacht, doch es fehlte die Nachfrage. „Die Stadt Reinbek griff zu und hat das gesamte Gebäude gemietet“, sagt Torsten Christ vom Amt für Bürgerangelegenheiten. Die Sprachkursse werden zum Teil von ehrenamtlichen Kräften und außerdem von der Sprachschule „Zwischentöne“ sowie der Arbeiterwohlfahrt.

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