zur Navigation springen

Schneller Ermittlungserfolg : Zum Glück keine Brandserie

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Drei Zwölfjährige sollen für das Strohballen-Feuer am Lohweg in Hammoor verantwortlich sein.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Wieder standen im Kreis Stormarn Rundballen mit Stroh in Flammen. Und wieder musste von Brandstiftung ausgegangen werden. Darüber gab es schon während des Feuerwehreinsatzes keinen. Nach dem Brand eines Strohlagers am Sonntag im Lohweg stehen drei Zwölfjährige wegen Brandstiftung unter Tatverdacht. Inzwischen ermittelt die Polizei gegen drei Kinder im Alter von zwölf Jahren, die möglicherweise das Feuer gelegt haben.

Die etwa 400 Rundballen, die auf einer Länge von 60 Metern und einer Breite von etwa zehn Metern aufgestapelt waren, brannten auf der gesamten Länge in voller Ausdehnung. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hammoor und Tremsbüttel waren im Einsatz und ließen die Ballen zunächst kontrolliert abbrennen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 12 000 Euro.

Die Feuerwehrleute konnten durch Auseinanderziehenden der brennenden Ballen verhindern, dass sich das Feuer auf den angrenzenden Knick ausbreitete, berichtete gestern ein Polizeisprecher.

Ein zunächst vermuteter Zusammenhang zwischen diesem Feuer und den jüngsten Bränden von Strohballen in Ahrensburg könne jedoch ausgeschlossen werden. „Nach unseren bisherigen Erkenntnissen bestehen darauf derzeit keine Hinweise“, sagte der Polizeisprecher.

Die Kinder seien inzwischen von der Polizei befragt worden. Weitere Hintergründe wollten die Beamten mit Verweis auf das Alter der mutmaßlichen Täter gestern nicht geben.

Erst im Januar hatten unbekannte Brandstifter auf Feldern bei Ahrensfelde mehrfach hunderte Ballen angezündet. Seit Ende Oktober 2013 hat es in dieser Region nach Angaben der Polizei vier große Strohbrände gegeben, in drei Fällen war derselbe Landwirt betroffen.

Der Einsatz am Sonntag in Hammoor begann um 16.19 Uhr. Am Abend entschlossen sich dann Einsatzleiter Jürgen Feddern und Amtswehrführer Hans Kunde, einen Bagger zu bestellen, der das immer noch brennende Stroh auseinander fahren sollte. Dabei wuchs die Fläche mit brennendem Stroh zwar auf die dreifache Größe an, aber nach und nach stellte sich dadurch der Erfolg der Brandbekämpfer ein.

Beim nächsten Einsatz dieser Art werde er sicherlich früher einen Bagger anfordern, um das Stroh auseinander zu ziehen, sagte Hans Kunde gegen 22.30 Uhr. Erst nach schweißtreibender Arbeit mit Mistgabeln und anderen Gerätschaften sowie dem großen Kettenbagger wurden die Flammen kleiner. Gegen 0.30 Uhr meldeten die Einsatzkräfte der Leitstelle, dass nur noch einige Glutnester abzulöschen seien und keine Gefahr mehr bestehe. Gegen 1.15 Uhr rückten dann die letzten der 50 Einsatzkräfte wieder in ihre Unterkunft ein.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen