Zum Auftakt ins Schlammfeld

Volle Kraft voraus - jede Menge Spaß hatten die Crossfahrer  in Vaale. Foto: Mehlert (5)
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Volle Kraft voraus - jede Menge Spaß hatten die Crossfahrer in Vaale. Foto: Mehlert (5)

Motorradspektakel in Vaale bei opfimalen Bedingungen / Niedersachsen dominierten Abschluss der Offroadscramble-Serie 2011

shz.de von
17. Oktober 2011, 07:53 Uhr

Vaale | Das zum zweiten Mal vom MSC Vaale ausgerichtete Finale der "Offroadsramble"-Serie zu finden, war für Schaulustige ganz einfach. Man folgte in Vaale einfach einem in Richtung Nutteln fahrenden Motorrad und spitzte gleichzeitig die Ohren. Denn: Das Dröhnen der rund 300 Wettkampf-Maschinen wies den mehreren Hundert Zuschauern und Fans den restlichen Weg zur Rennstrecke.

Rund 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland und Dänemark starteten bei traumhaftem Wetter mit ihren schweren Geländemaschinen in drei Läufen und acht Klassen. Zwei Stunden lang kämpfen sich die Fahrer auf dem rund sechseinhalb Kilometer langen Gelände-Rundkurs ab. Doch neben der langen Fahrzeit kamen auch noch etliche von den Organisatoren künstlich angelegte und natürliche Hindernisse dazu.

"In diesem Jahr haben wir die gut zwei Kilometer lange Piste auf dem Maisacker mit anderen attraktiven Hindernissen ausgestattet", sagte Mitorganisator Flo Martens. Diese reichten von aufgebaggerten Sprunghügeln über im Boden eingelassene Fahrzeuge und Reifen bis hin zu einer buckeligen Holzpiste und einen Slalom-Parcours. Sogar durch einen dunklen Container führte die anspruchsvolle Rennstrecke.

Dass den Crossfahrern jedoch keine Herausforderung zu groß war, bewiesen sie schließlich beim Durchfahren des Parcours in der mehr als sechs Kilometer langen Sandkuhle am Mühlenweg. Diese Strecke mit engen Kurven, steilen Hängen und langen Geraden verlangte den Fahrern einiges ab. "Es macht immer wieder riesigen Spaß, den Crossfahrern zuzuschauen - und natürlich erwartet man auch den einen oder anderen "sanften" Sturz", sagt Malte Schönberger, der mit Freunden aus der Nähe Flensburgs nach Vaale gereist war.

Und was des Zuschauers Freund, ist des Fahrers Leid. Denn bereits beim Einfahren erwartete die Teilnehmer des Endurorennens ein großes Schlammfeld, bei dem der ein oder andere auch mal unfreiwilligen Kontakt mit der Erde aufnahm. Nicht selten aber auch konnten Fahrer beobachtet werden, die beim Aufwärtsfahren des Steilhanges stecken blieben und nur noch mit Hilfe der Streckenposten wieder festen Boden unter den Rädern bekamen.

Meist ohne große Zwischenfälle drängelten sich Anfänger und Profis, wie Sven Kiedrowki vom gleichnamigen Racing-Team oder Seniorenprofi Bill Bucklay vom Team Jansen-Racing aus Bünde mit ihren schweren Maschinen über die Rennpiste, so dass die zahlreichen Zuschauer glücklicherweise nur Zeuge von "glimpflichen" Unfällen wurden. Gesamtsieger der Offroadscramble und Sieger der Klasse 1 in Vaale wurde Dennis Paul aus Bergen in Niedersachsen. Als schnellster Fahrer des Tages konnte Profifahrer Sven Kiedrowski aus Hetendorf(Niedersachsen) das Siegertreppchen besteigen. Als jüngster Teilnehmer ging der zehn Jahre alte Deik Pauschert aus Barmstedt (Kreis Pinneberg) an den Start.

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