Kreistag : Zum Auftakt Harmonie

Hans-Werner Harmuth bleibt weiterhin Kreispräsident.
1 von 2
Hans-Werner Harmuth bleibt weiterhin Kreispräsident.

Hans-Werner Harmuth (CDU) erneut Kreispräsident. Auch kKeine Diskussionen über alle weiteren Besetzungen.

shz.de von
25. Juni 2018, 06:00 Uhr

Erste Kreistagssitzung in der neuen Wahlperiode, das bedeutet auch viele Wahlen und Formalitäten. Eine Personalie konnte einstimmig (bei einer Enthaltung) entschieden werden: Hans-Werner Harmuth (CDU) aus Bargteheide bleibt auch in den nächsten fünf Jahren Kreispräsident. Zu seinen Stellvertretern wurden Joachim Wagner (CDU, 1. Kreisrat) und Reinhard Mendel (SPD, 2. Kreisrat) gewählt.

Harmuth bedankte sich für das Vertrauen und versprach sein Amt überparteilich ausführen zu wollen. Er brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass es auch in der neuen Besetzung mit jetzt – durch Überhang- und Ausgleichsmandate – 64 Kreistagsabgeordneten ein gutes Miteinander geben möge. „Wir sind kein Parlament. Es gibt hier keine Regierung und keine Opposition. Wir wollen gemeinsam Lösungen für den Kreis Stormarn erarbeiten, wie es uns schon in den letzten 20 Jahren immer gelungen ist“, erklärte er den neuen Abgeordneten, das, was in den vergangenen Jahrzehnten als „Stormarner Modell“ weithin beeindruckte. „In der Sache können wir streiten, aber ich möchte, dass wir alle nach einer Sitzung auch noch persönliche Worte bei einem Getränk miteinander wechseln können.“

Erstmalig dabei ist die AfD mit vier Abgeordneten. Erwartete Proteste gegen ihren Einzug in den Kreistag waren vor der Sitzung ausgeblieben. Eine Polizeistreife schaute sicherheitshalber nach dem Rechten. Neu dabei sind auch die „Freien Wähler“ mit einem Abgeordneten. Die Linke ist dieses Mal in Fraktionsstärke (drei Abgeordnete) vertreten. Die CDU kommt auf 24, die SPD auf 14, die Grünen auf zwölf, die FDP auf fünf und das Forum 21 auf einen Sitz im Kreistag.

Alterspräsident bleibt der 1935 geborene Hans-Helmut Enk (CDU). Der wunderte sich augenzwinkernd, dass offenbar alle anderen nicht älter werden. Auch beim Vorsitz und Besetzung der Ausschüsse gab es keine Diskussionen. Nur beim Vorsitz des Umweltausschuss hatte es im Vorwege einen Losentscheid zwischen den Grünen und der AfD gegeben, der zugunsten der Grünen ausfiel.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen