Wohnraummesse in Bad Oldesloe : Zuhause leben – aber barrierefrei

Freuen sich auf weitere Partner bei der zweiten Wohnraummesse in Bad Oldesloe: (von links) Britta Bussewitz , Roswitha Spiegel, Hermann Packbier, Yannick Thoms und Eckhard Harm.
Freuen sich auf weitere Partner bei der zweiten Wohnraummesse in Bad Oldesloe: (von links) Britta Bussewitz , Roswitha Spiegel, Hermann Packbier, Yannick Thoms und Eckhard Harm.

Der Behindertenbeirat plant wieder eine Messe, die ganz auf die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen ausgerichtet ist. „Zuhause – Barriere – Frei“ lautet das Motto.

shz.de von
03. März 2014, 16:07 Uhr

Der Beirat für Menschen mit Behinderungen plant eine Messe, die ganz auf die Bedürfnisse und Ansprüche von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet ist, die ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen möchten.

„Zuhause – Barriere-Frei. Ideen für ein selbstbestimmtes Leben“ so lautet das Veranstaltungsmotto, am Sonnabend, 8. November, von 11 bis 17 Uhr in der Stormarnhalle in Bad Oldesloe Anbieter, Vereine und Menschen mit und ohne Behinderungen unter ein Dach bringen.

Wer sagt, dass Türen von einem Meter Breite für Menschen ohne gesundheitliche Einschränkungen zu breit sind? Und wozu brauchen Menschen Schwellen? Wie macht man aus einer Badewanne eine Duschkabine? Auch die Messe des Beirats für Menschen mit Behinderungen richtet sich an alle Menschen, die in allen Lebenssituationen komfortabel wohnen wollen. Die Veranstaltung bietet fachlichen Austausch über Produkte und Märkte, macht neue Forschungsergebnisse zugänglich und bringt die passenden Partner zusammen. Das ist keine Einbahnstraße. Durch die Verzahnung von Sozial- und Gesundheitswesen, Handwerk und Technik sollen Erwartungen, Wünsche, Gewohnheiten von Mietern und Kunden erkannt werden und Lösungen entwickelt werden. „Investoren in Wohnungsbauprojekte beweisen Weitsicht, wenn sie ihren künftigen Mietern ein lebenslanges Wohnen in ihren Immobilien ermöglichen“, so Herrmann Packbier von der Bad Oldesloer Beratungsstelle für Gesundheit und Pflege (BOB). BOB ist Partner von „Zuhause - Barriere-Frei“.

Die erste Veranstaltung zeigte, dass Selbstbestimmung ein alle Generationen übergreifendes Thema geworden ist. „Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in ihrer vertrauen Wohnung und Umgebung oder in ihrem Haus leben“, so Yannick Thoms, Vorsitzende des Beirats. Deshalb werden viele Menschen in den kommenden Jahren ihre Wohnungen und Häuser umbauen lassen müssen. Junge Menschen mit Bauabsichten können von Anfang an Eventualitäten einplanen. Dazu brauchen sie Expertenrat.

Aber es geht auch um die kleinen Dinge, die im Alltag helfen können. „Oft fehlt es Menschen, die erkranken oder einen Unfall erleiden, an Kenntnissen, welche Assistenzsysteme es gibt und welche Unternehmen bei der Planung und Umsetzung der individuellen Wünsche kompetent sind“, erläutert Hermann Packbier von der Bad Oldesloer Beratungsstelle für Gesundheit und Pflege (BOB). Zehn Unternehmen, vom Architektenbüro über Bauunternehmen bis hin zum Sanitätshaus haben sich schon angemeldet. Sie stellen aus und bieten Beratung an. Auch eine Fahrschule und eine Kfz-Werkstatt nehmen an der Messe teil. Mobilität ist ein großes Thema in Sachen Selbstbestimmung. Selbsthilfeorganisationen sind eingeladen, sich auf der Messe vorzustellen und Interessierte und Betroffene zu beraten.


Weitere Aussteller und Experten können sich an das ehrenamtliche Organisatorenteam von „Zuhause - Barriere-Frei“ wenden. Informationen zu den Teilnahmebedingungen erteilt der Koordinator des Projektes, Eckhard Harm, Anfragen per E-Mail an: eharm@t-online.de

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