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Stormarner Tageblatt

22. September 2017 | 22:52 Uhr

Ahrensburg : Zugfahrt durch die Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gabriele Jack aus Ahrensburg legt ihren Roman „Stationen der Gefühle“ vor. Die Entstehung des Buchs dauerte mehrere Jahre.

Manchmal dauern Pläne etwas länger, bis sie wirklich wahr werden und das Ziel erreicht ist. Bei Gabriele Jack aus Ahrensburg war das so. Im Jahr 2007 begann die heute 57-Jährige ihren Roman „Stationen der Gefühle“, zwei Jahre später legte sie die Manuskripte wieder beiseite. „Ich begann damals meine Ausbildung zur Heilpraktikerin“, erzählt die gelernte Repro-Fotografin, „das war dann alles etwas zu viel.“ Doch die Idee blieb.
Zumal es eine Vorgeschichte gibt. Für ihren 1990 geborenen Sohn Kevin hatte sich Gabriele Jack kleine Geschichten ausgedacht, die er immer wieder hören wollte. Seine Lieblingsgeschichte war die von Linus, dem neugierigen Schmetterling. Es entstand ein Kinderbuch mit 20 Geschichten und Gabriele Jack wollte das Schreiben perfektionieren – sie absolvierte einen Fernlehrgang an einer Hamburger Schreibschule.

Ursprünglich wollte sich die Autorin der Kinder- und Jugendbuchliteratur verschreiben – doch es kam anders. Nicht zuletzt durch den Einfluss der Erfahrungen mit der Schreibschule begann sie mit den „Stationen der Gefühle“. „Wenn man es genau betrachtet, hat die Entstehung des Romans mehrere Jahre gedauert, im Dezember 2014 habe ich das Manuskript abgeschickt.“ Während dieser Zeit gab es viele Kontakte mit Lektoren und Verlagen, „ich habe gelernt, wie viele Seiten als Leseproben gewünscht sind und auch, Änderungsvorschläge zu akzeptieren.“ Das Manuskript des Frauenromans hat Gabriele Jack an bestimmten Stellen überarbeitet, „mehrmals“, verrät sie lächelnd.

Die Handlung spielt in den Erinnerungen der 50-jährigen Tanja, die während einer Zugfahrt von Hamburg nach München an ihre Hamburger Jugendliebe Andi zurückdenkt. Das ist 30 Jahre her und die einzelnen Stationen der Zugfahrt werden zugleich zu (Lebens-) Stationen in den Erinnerungen. Andi, damals zwölf Jahre älter als die Romanfigur Tanja, war ein vorbestrafter Zuhälter, der sich – obwohl er es gar nicht wollte – in das junge Mädchen verliebte.

Die Erinnerungen des Mädchens Tanja schreibt Gabriele Jack in der Gegenwartsform. Ausgelöst wird der Rückblick durch eine zufällige Begegnung mit einer Fremden noch vor der Zugfahrt. Die Fremde erzählt von ihrem Schicksal und bei Tanja werden – weil es viele Parallelen gibt, die eigenen Erinnerungen wach. „Es gibt keine Klischees, und es ist auch kein typischer Frauenroman“, sagt Gabriele Jack, die auch auf dem Hamburger Kiez für ihren Roman recherchiert hat.

>„Stationen der Gefühle“, pax-et-bonum-verlag Berlin, 216 Seiten, ISBN: 978-3-943650-83-9

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