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Reinbek : Zufällig: Polizei entdeckt Hanfplantage in Garage

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Beamten stellten 500 überwiegend vertrocknete Setzlinge sicher. Den Strom für die Anlage hatte der Betreiber illegal abgezweigt

In einer Garage in der Reinbeker Königstraße entdeckten Polizeibeamte aus Hamburg zufällig eine Hanf-Plantage. Eigentlich hatten sie gestern Morgen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens das Einfamilienhaus in der Südstormarner Stadt durchsucht, an das die Garage angebaut war. Mit Rauschgift hatten die Ermittlungen nichts zu tun. Nachdem die Polizisten einen Blick in die Garage geworfen hatte, dürfte allerdings ein neues Verfahren eröffnet werden.

Die Garage ist vier mal zehn Meter groß. Die Fenster waren mit Spanholzplatten und schwarzer Plane abgedeckt. An einer Wand waren auf einer Holzplatte verschiedene Transformatoren und Mehrfachsteckdosen montiert, teilweise mit Zeitschaltuhren. Für die nötige Luftzirkulation sorgten Ventilatoren, und Lampen spendeten Licht und Wärme, was für ein gutes Gedeihen der Pflanzen sorgen sollte.

Die Luft wurde über eine Art Dachboden in der Garage ins Freie geleitet. Das selbst gebastelte Belüftungssystem bestand aus mehreren Filtern und Abluftrohren. Die Pflanzen waren bis zu 30 Zentimeter hoch, aber zum größten Teil bereits verwelkt.

Der Strom für die Plantage wurde zwischen Hauptschalter und Stromzähler ausgeleitet. Ein Techniker des zuständigen Elektrowerks stellte sofort den Strom für die Garage ab. Die für das „System“ gebastelte Abzweigung entfernte er ebenfalls.

Die Beamten der Kripo Reinbek, die von den Kollegen aus Hamburg über die Hanfplantage informiert wurden, trugen 500 Setzlinge, 20 Lampen mit Leitungen und drei Belüftungsanlagen aus der Garage. Es stellte sich heraus, dass die Eigentümerin des Hauses, die nicht dort wohnt, die Garage separat an einen 26-Jährigen aus Hamburg vermietet hatte. Die Ermittlungen der Kripo dauern noch an.

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