Ahrensburg : Zu wenig Stellplätze am Bahnhof

Vor allem im Sommer sind die Fahrradstellplätze vor dem Ahrensburger Bahnhof voll belegt.
Vor allem im Sommer sind die Fahrradstellplätze vor dem Ahrensburger Bahnhof voll belegt.

Jetzt soll eine neue Fahrradabstellanlage her . Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr starten

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20. Januar 2019, 11:33 Uhr

Weil die vorhandenen Fahrradstellplätze am Ahrensburger Bahnhof notorisch überbelegt sind, plant die Stadt jetzt auf einem angrenzenden Grundstück den Bau einer Fahrradabstellanlage. Die Politik macht Druck. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr starten.

„Die Ladestraße ist völlig überbelegt. Das heißt, dass es zu 'Wildpark-Vorgängen' kommt“, sagt Stephan Schott von der Ahrensburger Stadtverwaltung. Damit meint er, dass Pendler aufgrund des Stellplatzmangels ihre Räder an Straßenlaternen und Geländer ketten. Es sei daher vollkommen richtig, neue Stellplätze zu schaffen.

Vor allem im Sommer finden Rad-Pendler am Bahnhof nur mit Glück einen Platz für ihr Fahrrad. „Dann liegt die Auslastung in der Ladestraße bei 155 Prozent“, sagt Peter Egan von der Wählergemeinschaft WAB, der im Bahnhofsbereich an mehreren Tagen sowohl abgestellte Fahrräder als auch vorhandene Stellplätze gezählt hat. In der Ladestraße ist die Situation besonders dramatisch. Dort gibt es 95 Fahrradbügel, also 190 Stellplätze. Auf das gesamte Jahr gerechnet ergibt sich eine Auslastung von 106 Prozent. Für die 620 Bügel in der Bahnhofstraße liegt die Auslastung immerhin noch bei 73 Prozent. Die Fahrradboxen auf beiden Seiten des Bahnhofs sind zu voll belegt.

Mit der neuen Anlage will die Stadt einerseits das Pendeln mit dem Fahrrad attraktiver machen und außerdem dem Wegfall von Stellplätzen entgegenwirken, wenn die Bauarbeiten für die S4 beginnen. Die neuen Stellplätze werden sich auf einem freien Grundstück an der Ladestraße gegenüber des Hauptgebäudes befeinden. Im Bau- und Planungsausschuss stellte die Verwaltung erste Pläne vor. Neben zwei überdachten Reihen mit Fahrradbügeln mit 220 Stellplätzen wird es auch ein Radhaus mit Zugangskontrollsystem für 28 Fahrräder geben. Dort können Dauernutzer ihre Räder unterstellen. Gegebenenfalls mit einer Ladeeinrichtung für E-Bikes. Zusätzlich soll es weitere Fahrradboxen und 100 nicht überdachte Stellplätze geben. Insgesamt bietet die Anlage damit Platz für 348 Fahrräder. Das Grundstück ist 1252 Quadratmeter groß und soll mit einem Erdwall und Hecken von den umliegenden Grundstücken abgegrenzt werden. 900 Quadratmeter werden gepflastert. Die Beleuchtung der Fahrradabstellanlage erfolgt durch energiesparende LED-Beleuchtung, die an den Überdachungen gegen Vandalismus geschützt integriert ist.

„Wir wollen mit der Anlage in erster Linie Gelegenheitspendler ansprechen“, sagt Stephan Schott. Also solche, die nur bei schönem Wetter auf ihr Auto verzichten und daher kein Interesse an kostenpflichtigen Fahrradboxen haben. Die Anlage ohne dunkle Ecken und gut einsehbar geplant. Das soll dem Sicherheitsgefühl dienen.

Der Bau- und Planungsausschuss hat der leicht geänderten Vorlage der Verwaltung mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Planungs- und Baukosten betragen nach derzeitigem Stand 560 000 Euro. 100 000 Euro waren bereits im Haushalt 2018 eingestellt, die restlichen 460 000 Euro sind im Haushalt 2019 angemeldet. Die jährlichen Unterhaltskosten sollen sich auf 4600 Euro belaufen. Bis Ende Februar will die Stadtverwaltung das Gelände vom Bewuchs befreien. Der Bau, so die Planung, soll bis zum Winter abgeschlossen sein.


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