Bargteheide : Zu Fuß Israel durchqueren

Friedrich Westerworth hat seine Wanderung akribisch geplant. Aufbruch ins Abenteuer – Israel zu Fuß.
Friedrich Westerworth hat seine Wanderung akribisch geplant. Aufbruch ins Abenteuer – Israel zu Fuß.

Der bekannte Bargteheider Friedrich Westerworth bricht im April zu einer anspruchsvollen Wandertour auf.

shz.de von
08. März 2018, 06:00 Uhr

Friedrich Westerworth ist Gymnasiallehrer im Ruhestand, seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik engagiert, CDU Stadtvertreter in Bargteheide und in Ausschüssen aktiv. Und: Als Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beschäftigt sich Westerworth mit Umweltthemen.

Jetzt freut sich Friedrich Westerworth auf eine Reise voller neuer Eindrücke. Anfang April startet er zu einer Wanderung durch Israel. Mit einem Wanderfreund möchte er das Land zu Fuß von Nord nach Süd durchqueren. Jedenfalls bis zum Negev hin. „Vor dieser Wüste habe ich viel Respekt“, sagt er, „es wird empfohlen, beim Wandern dort sechs Liter Wasser am Tag zu trinken.“ Aber eine Busreise ans Tote Meer steht auf dem Plan, den Westerworth schon akribisch ausgearbeitet hat.

Inspiriert dazu hat ihn das Buch „Der Israel Trail mit Herz“ von Christian Seebauer, das einen bisher kaum bekannten Fernwanderweg (Shvil Israel) beschreibt. Der Israel National Trail ist insgesamt 1050 Kilometer lang. „Das Buch hat man mir vor einigen Jahren geschenkt, diese Reisebeschreibung hat mich motiviert“, sagt Westerworth. Auch wenn er nicht, so wie der Autor, Israel ganz ohne Geld erkunden möchte. Und deshalb möchte er das biblische Land aus der Wanderer-Perspektive erkunden.

„Zu Fuß hat man die besten Chancen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“ Diese Langsamkeit mache den besonderen Reiz aus, um authentische Erfahrungen zu sammeln.

Westerworthr verhehlt nicht eine gewisse Sorge, dass es dort unruhig werden könnte. „Das ist erstmals ein Stück Abenteuer“, sagt der passionierte Wanderer und Radler. Er hat bereits mehrfach den Schwarzwald auf verschiedenen Routen durchwandert, mit seinem Reisegefährten zuletzt den Thüringer Rennsteig.

Es ist seine erste Reise nach Israel und der Zeitpunkt ist gut gewählt. „Im April herrscht dort schon Sommer.“ Teuer sei das Land auch. „Eine Übernachtung kostet dort mindestens 70 Euro.“ Einige Nachtquartiere hat er selbst über das Internet gebucht, den Rest hat ein Schweizer Spezialreisebüro übernommen. Auch in einem Kibbuz machen die Wanderer Station.

Über Warschau fliegt das Duo nach Tel Aviv. Die Wanderroute führt dann zunächst in den Norden über Haifa bis an die libanesische Grenze und den Golan zum See Genezareth. Auch das Westjordanland mit Ramallah und Jericho möchten die Wanderer kennenlernen. „Dabei schauen wir uns auch die von Israel gebaute Trennmauer zur Westbank an“, sagt er, „für einen Deutschen ist das schon etwas Besonderes.“ Natürlich darf auch das faszinierende Jerusalem nicht fehlen. Nach elf Tagen Wandern wird das die vorletzte Etappe der Reise.

Tagesetappen zwischen 18 und 45 Kilometer haben sich die Wanderer vorgenommen. Das ist für Friedrich Westerworth auch kein Problem, er hat schon Wanderungen von Bargteheide nach Lübeck oder Bad Segeberg unternommen. „Aber immer nur eine Strecke“, schränkt er ein, zurück bin ich mit dem Zug gefahren.“









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