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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:29 Uhr

Zitronen für Autofahrer

vom

62 Erstklässler beteiligten sich an Tempo-Kontroll-Aktion der Polizei / Ein gutes Ergebnis

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Steinburg | Äpfel oder Zitronen gab es gestern für Autofahrer im Steinburger Ortsteil Mollhagen. Vor der Grundschule wurde ihr Tempo mit einer Laser-Pistole kontrolliert. Wer im Tempo 30-Bereich zu schnell unterwegs war, erhielt eine Zitrone. Wer sich ans Limit hielt, wurde mit einem Apfel belohnt. Manchmal gab es auch beides. So etwa für die Dame am Steuer eines Lieferwagens. Sie fuhr zwar korrekt mit Tempo 29, aber sie hatte sich nicht angeschnallt.

Das Besondere an dieser Aktion war, dass die 62 gerade eingeschulten Erstklässler dabei mitmachen durften. Sie spähten dabei auch durch das Visier der Laser-Messpistole und konnten sich so ein Bild machen, wie der Geschwindigkeits-Messtrupp der Polizeizentralstation Bad Oldesloe arbeitet. Alle drei ersten Klassen der Grundschule kamen so zum Zuge wie die kleine Vivian, für die es ein kleines Abenteuer war.

"Wir möchten mit der Aktion auch die jungen Verkehrsteilnehmer erreichen", sagte der Beamte Peter Zimmer. Auch die Autofahrer sollten merken, dass auf ihre Geschwindigkeit geachtet wird, ergänzt seine Kollegin Nadine Kurz: "Gerade Schulen und Kindergärten sind dafür als Standort gut geeignet."

"Die Meisten sind kaum schneller als Tempo 30 gefahren", sagte der Präventionsbeamte Tino Sdunek. Der Spitzenreiter hatte 44 Stundenkilometer auf dem Tacho. Für ihn wird ein Bußgeld fällig. "Über Tempo 39 gibt es diesen Denkzettel", so Nadine Kurz. Dann ende die Messfehler- und Toleranzgrenze. Michael Scharenberg wurde in seinem Geländewagen mit Tempo 34 gestoppt. Er nahm es humorvoll. "Das ist ein kleiner Denkanstoß für mich."

Gestern wurden insgesamt elf Äpfel und sechs Zitronen verteilt, für Sdunek ist das ein gutes Ergebnis: "In der Regel hält sich beides die Waage." Die Aktion wird in den kommenden Tagen in Stormarn fortgesetzt. "Es gibt leider nur wenige Schulen, wo wir so tätig werden können", so Sdunek, "die großen Schulzentren sind nicht für diese Aktion geeignet."

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