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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 11:12 Uhr

Ahrensburg : Zinszahlung für Kiel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ahrensburg muss Fördermittel für die Große Straße zurückzahlen, Stadtverordnete diskutieren am Montag auch über Neubauten für Flüchtlinge.

Für den Umbau der Großen Straße in den Jahren 2006 bis 2009 musste die Stadt fast 218 000 Euro ans Land zurückzahlen. Der dritte Bauabschnitt war im Gegensatz zu den anderen beiden nicht teurer, sondern billiger geworden war. Deshalb seien Zuschüsse in Höhe von 157 200 Euro zu viel abgefordert worden. Zudem stellte das Land 60500 Euro Zinsen für „nicht fristgerecht und zweckentsprechend eingesetzte Landesmittel“ in Rechnung.

„Das bleibt hoffentlich ein Einzelfall“, sagt Kämmerer Horst Kienel, „wir werden in Zukunft darauf achten, dass wir Fördergelder auszahlungsgerecht abfordern.“ Bürgermeister Michael Sarach hat das Geld bereits nach Kiel überwiesen und muss sich diese überplanmäßige Ausgabe nun nachträglich von den Stadtverordneten genehmigen lassen. Die Eilentscheidung sei notwendig gewesen, weil das Land die Aufnahme Ahrensburgs in das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ an die Forderung gekoppelt habe, so der Rathauschef.

Am Montag ab 19.30 Uhr im Marstall werden die Stadtverordneten den Nachtragshaushalt und -stellenplan beraten, sind Themen für die die tagen. Darin schlägt der Bürgermeister für die Umsetzung das Städtebauprogramms mit der Rathaus-Sanierung auch eine neue Vollzeitstelle Stadtplanung vor, längstens bis 31. Dezember, 2029.

21 Millionen Euro über zehn Jahre sollen dafür bereitstehen, jeweils sieben Millionen kommen von Bund, Land und Stadt. Der städtische Anteil taucht zwar im Haushalt auf, wird als Sondervermögen aber auf ein Treuhandkonto gezahlt. Zunächst stehen die vorbereitenden Untersuchung und die Konzepterstellung an.

Ein weiterer Punkt ist die Unterbringung von Asylbewerbern. Mit 31 213 Einwohner, 13,38 Prozent der Stormarner, müsste Ahrensburg bei bis Jahresende erwarteten 937 Asylbewerbern, Spätaussiedlern und Flüchtlingen 126 von ihnen aufnehmen. Im Juni waren es 91. Die Stadt rechnet mit bis zu sieben weiteren Familien in diesem Jahr, die man gerade noch unterbringen können. Im nächsten Jahr sollen die Notunterkünfte in der Langen Koppel 1 a und am Reeshoop 55 erweitert werden. Die drei Holzhäuser seien 20 Jahre alt und „alsbald abgängig“, in den nächsten drei Jahren sei eine Nutzung aber noch vertretbar, so die Verwaltung. In der Langen Koppel soll es vier neue Wohneinheiten für maximal vier Familien mit bis zu 20 Personen geben, im Reeshoop doppelt so viele Die Kosten werden auf knapp eine Million Euro geschätzt.

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erstellt am 20.Sep.2014 | 12:00 Uhr

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