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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 09:30 Uhr

Saisonstart : Ziel Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vor dem Auftakt zur 1. Badminton-Bundesliga versprühen die Verantwortlichen des TSV Trittau Optimismus. Dennoch gehen die Stormarner erneut als Außenseiter in die Spielzeit.

Die Bastion hält sich wacker gegen die scheinbare Übermacht der großen und finanzstärkeren Clubs: Der TSV Trittau geht in seine bereits dritte Saison in der 1. Badminton-Bundesliga. Die Vorzeichen für die neue Spielzeit stehen nach turbulenten Wochen in der Sommerpause gut. Auf den ersten Blick jedenfalls. Eine Bestandsaufnahme.

Die finanziell angespannte Lage nach dem Ausstieg des Hauptsponsors Ende der vergangenen Saison (wir berichteten) hat sich zumindest entspannt. Der TSV Trittau hat einen neuen Geldgeber gefunden, der sicherstellt, dass das Team die Saison durchspielen kann – mehr aber (vorerst) auch nicht. „Da sind wir dankbar. Ohne unseren Sponsor wäre das gar nicht möglich. Aber wir haben vielleicht 30  000 Euro zur Verfügung, während andere Teams bis zu 500  000 Euro haben. Hätten wir diese finanziellen Möglichkeiten, wären uns spielerisch nach oben keine Grenzen gesetzt“, betont Trittaus Pressesprecher Andreas Willkomm: „Unser primäres Ziel ist deshalb, zwei unserer Konkurrenten – voraussichtlich werden das Ansbach und Neuhausen sein – hinter uns zu lassen und uns den Klassenerhalt zu sichern.“

In personeller Hinsicht hat sich die Lage ebenfalls zunächst entspannt. Als Ersatz für die oft verletzte Sarah Walker konnten die Stormarner Nanna Vainio verpflichten, amtierende finnische Meisterin und derzeit in der Weltrangliste auf Rang 85; kurzum: eine absolute Verstärkung und Unterstützung für Iris Tabeling. Vainio gilt als Einzelexpertin, die aber auch Qualitäten im Doppel besitzt. Allerdings ist die Personaldecke mit vier Männern und zwei Frauen nur recht dünn besetzt. „Wenn eines der Mädels krank wird, haben wir ein Problem“, befürchtet Willkomm.

Ganz andere Probleme gibt es in Bezug auf die Indonesier, die beim TSV Trittau unter Vertrag stehen. Aufgrund einer Regelung darf nur ein Nicht-EU-Ausländer antreten – und dieser Platz wird in den meisten Spielen vom Spitzenspieler Ary Trisnanto belegt. Damit sind seine Landsfrau Maziyyah Nadhir und Teamkollege Senatria Agus Setia Putra zum Zuschauen verurteilt. „Das ist eine nervige Regelung“, klagt Teammanagerin Sabina Persson, die dennoch guter Dinge ist. Der Kader jedenfalls sei auch so mit Iris und Robin Tabeling, Kapitän Nikolaj Persson und seinem Bruder Jonathan stark genug besetzt. Doch genau in dem starken Kader liegt auch die große Schwäche und Gefahr. Denn Iris und Robin Tabeling peilen die „Road to Rio“ an und wollen sich für die Olympischen Sommerspiele 2016 qualifizieren. Gut möglich, dass sie daher in Ligaspielen nicht immer zur Verfügung stehen werden.

Bevor es aber soweit ist, steht zunächst der erste Bundesliga-Spieltag der neuen Saison an. Zum Start empfängt der TSV Trittau heute (14 Uhr) mit dem TV Refrath und am Sonntag (14 Uhr) mit dem 1. BV Mülheim zwei starke Teams. Der TV Refrath gilt als Meisterschaftskandidat. „Jeder Punkt gegen die beiden Teams ist wie ein Sieg. Auch eine knappe Niederlage wäre keine Enttäuschung“, beteuert Willkomm: „Wir müssen es so sehen wie in der ersten Erstligasaison: Wir wollen die wichtigen Spiele gewinnen. Der Rest kommt von allein.“ Der Optimismus der Trittauer scheint nicht ganz unbegründet: In den vergangenen zwei Jahren, hat dieses Prinzip schließlich auch blendend funktioniert.

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