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Frust über Kampfrichter : Ziel erreicht – aber Medaille knapp verpasst

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Leichtathletin Leoni de Graaf vom VfL Oldesloe wirft den Speer bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf 47,25 Meter und wird Vierte. Ihr weitester Versuch aber wird für ungültig erklärt.

Die Aufregung war groß bei Leoni de Graaf. Die Enttäuschung aber noch viel größer. Natürlich nicht darüber, dass sie den Speer bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathletik in der Altersklasse U 18 auf 47,25 Meter geworfen und damit gleichzeitig einen neuen Kreisrekord aufgestellt hatte. Auch nicht so sehr darüber, dass sie am Ende als Vierte die Medaillenränge knapp verpasst hatte – sondern darüber, dass die Kampfrichter ihren fünften und vorletzten Versuch für ungültig erklärt hatten.

Die Athletin des VfL Oldesloe warf das 500 Gramm schwere Sportgerät im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid über die 50-Meter-Marke. Eine Weite, die am Ende Rang zwei bedeutet hätte. Dem kurzen Jubel aber folgte Frust. „Die Kampfrichter waren der Meinung, der Speer sei zu flach aufgekommen und habe keine sichtbare Markierung im Rasen hinterlassen“, erklärte de Graaf, die diese Entscheidung nicht nachvollziehen konnte. „Ich habe schon ein paar Tage gebraucht, um meinen Ärger darüber zu verarbeiten“, sagte die 17-Jährige, die im letzten Versuch dann übermotiviert verriss. „Da wollte ich unbedingt nochmal so einen Wurf schaffen und habe einfach zu viel gewollt“, erklärte de Graaf, die sich letztlich aber doch zufrieden mit ihrer Leistung zeigte: „Ich wollte unter die ersten Acht und die 46-Meter-Marke erreichen. Beides habe ich geschafft.“

Obendrein wurde die Athletin des VfL Oldesloe von Bundestrainerin Maria Ritschel zu einem C-Kader-Lehrgang Ende September nach Kienbaum (Brandenburg) eingeladen. „Darauf war ich gar nicht vorbereitet. Ich weiß gar nicht genau, was mich dort erwartet“, sagte die sichtlich überraschte de Graaf.

In den weiteren Disziplinen Kugelstoßen (13,52 Meter) und Diskuswurf (39,01 Meter) blieb die Oldesloerin derweil als 13. und 14. von Edelmetall weit entfernt. „Ich war mit dem Kopf überhaupt nicht beim Kugelstoßen, weil der Wettkampf zeitlich so nah am Speerwurf war“, begründete de Graaf ihr Abschneiden und erklärte auch zum Diskuswurf: „Das war am Tag nach dem Speerwurf. Da war die Luft irgendwie raus, Aber die 39 Meter waren okay, ich hatte Spaß – und war ja eigentlich ohnehin wegen des Speerwurfs in Bochum.“

Die weiteren U 18-Leichtathleten aus Stormarn, die in Bochum an den Start gegangen waren, hatten mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Robin Römer (LG Reinbek-Ohe) landete im 800-Meter-Lauf auf dem achten Platz (1:57,23 Minuten). Seine Teamkollegin Janine Steffen qualifizierte sich mit 14,42 Sekunden über 100 Meter Hürden zwar für den Zwischenlauf, verpasste dann aber in 14,44 Sekunden den Sprung in das Finale. Die 4x100-Meter-Staffel der LG Reinbek-Ohe lief in 48,89 Sekunden ins Finale. Im Endlauf dann landeten Sandra Papke, Janine Steffen, Neele Brückner und Svea Böge in 49,27 Sekunden auf dem siebten Platz. Den sicherte sich auch Adrian Hutschalik (TSV Glinde) im B-Finale über 400 Meter (51,57 Sekunden).

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