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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 10:50 Uhr

Zeit zu Leben – Hospizfilm im Kub

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

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erstellt am 11.Apr.2017 | 13:28 Uhr

Die Hospizbewegung Oldesloe und Umgebung will in Zukunft häufiger mit dem Kultur- und Bildungszentrum kooperieren und regelmäßig dort Veranstaltungen zu Themen rund um Leben und Sterben anbieten. Die erste Veranstaltung wird ein Film des jungen Filmemachers Sina Aaron Moslehi sein. Der Film „Zeit zu Leben“ wird am Mittwoch, 26. April, ab 19 Uhr im Kubsaal gezeigt.

Sterben und Tod – in Deutschland nach wie vor tabuisierte Themen. Viele setzen sich mit ihnen erst auseinander, wenn sie selbst schwer erkranken oder wenn Verwandte oder Freunde im Sterben liegen. Sina Aaron Moslehi porträtiert in seinem Dokumentarfilm drei Gäste eines Hospizes in Hamburg. Der Zuschauer lernt unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Geschichten kennen, die ganz individuell mit ihrer Situation umgehen. Sie sprechen über ihre Erwartungen, Hoffnungen und Ängste und geben so Einblick in die kostbare letzte Phase ihres Lebens. Auch wie Angehörige und Pflegende mit den Herausforderungen umgehen, zeigt der Filmemacher in Bildern berührender Intensität und Ruhe. Der Film bricht mit Klischees über das Hospiz – dies ist nicht nur ein Ort des Sterbens, sondern auch des intensiven Lebens, der für Selbstbestimmung, Fürsorge und Würde zum Lebensende steht.

Sina Aaron Moslehi wurde 1995 in Hamburg geboren. Er legte im Sommer 2014 unter anderem in den Profilfächern Deutsch und Geschichte sein Abitur ab. 2006 geriet Moslehi erstmals mit dem Filmemachen in Berührung. Zwei Jahre später wirkte er als Kameramann, Cutter und Interviewer an ersten, kleinen Filmprojekten mit. Für die Evaluation eines Filmprojekts, an welchem er unter anderem als Kameraassistent mitwirkte, wurde er im Rahmen eines Wettbewerbs von der Universität Oldenburg im Alter von 14 Jahren ausgezeichnet.

Sein Dokumentarfilm „Zeit zu leben“ wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) mit dem „Prädikat wertvoll“ ausgezeichnet.

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