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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 07:43 Uhr

Bad Oldesloe : Zeit für Gedankenaustausch

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oldesloes Kulturmangerin Inken Kautter lädt zum Gespräch in lockerer Runde über die zukünftige Nutzung des KuB ein und möchte erfahren, welche kulturellen Veranstaltungen gewünscht sind.

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erstellt am 15.Jan.2016 | 17:44 Uhr

Wenn im Herbst das ehemalige Amtsgericht als Kultur- und Bildungszentrum (KuB) eröffnet, wird das für Bad Oldesloe ein neues Kulturzeitalter einläuten. „Die nächsten anderthalb Jahre sind so prägend, dass man damit vorsichtig sein muss“, ist Kulturmanagerin Inken Kautter überzeugt: „Ich möchte, dass sich die Kultur so entwickelt, wie sich die Bevölkerung das wünscht.“ Denn, so ihre Haltung, Kultur könne nicht übergestülpt werden, die müsse gelebt werden.

Damit das auch wirklich klappt, will sie in den kommenden Monaten regelmäßige Gesprächstermine anbieten. „Inken Kauter nimmt sich Zeit“, sind die Abende überschrieben. Es sollen keine steifen Sitzungen mit Tagesordnung und Protokoll werden, sondern eher „private“ Treffen bei einem Bier in der Kneipe. Deshalb ist der erste Termin am Dienstag, 19. Januar, ab 18 Uhr im „Feuerstein“ angesetzt. „Und dann schaue ich mal, wer aus Oldesloe und dem Umland das Gesprächsangebot annimmt.“ Am 16. Februar ist der nächste Gesprächsabend geplant, die Lokalität steht aber noch nicht fest.

Das Ziel ist ganz klar. „Ich möchte hören, was die Menschen hier über die kulturellen Notwendigkeiten denken“, beschreibt es Inken Kautter. Und das ist durchaus mehrdimensional gemeint. Was möchte das Publikum auf der Bühne des KuB zukünftig sehen oder hören? Es wird aber auch um die Frage gehen, was Kulturschaffende gerne im KuB machen oder präsentieren möchten. Schließlich werden da Räume zur Verfügung stehen, die genutzt werden sollen.

Die Bedingungen stehen zwar noch nicht fest, aber Inken Kautter verspricht: „Oldesloer Künstler haben natürlich ein Vorbuchungsrecht und die Räume werden auf jeden Fall zu sehr, sehr günstigen Konditionen angeboten.“ Der Fotoclub habe bereits Interesse bekundet. Für Musiker sind die Räume im Historischen Rathaus allerdings eher ungeeignet, die müssten sich mit Klangstadt für einen der schallisolierten Probenräume in Verbindung setzen.

Inken Kautter hat schon Vorstellungen, wie sie den neuen Saal zukünftig bespielen möchte. „Ein Philharmonisches Konzerte schließt sich aus, und ich muss auch keinen Shakespeare hier her holen, wenn es dafür in Hamburg direkt am Hauptbahnhof den idealen Raum gibt“, findet die Kulturmanagerin. Stattdessen will sie den Namen Kultur- und Bildungszentrum ernst nehmen. Was hat sich ein Regisseur bei seiner Inszenierung gedacht? Wie sind Darsteller ihre Rolle angegangen? Wie funktioniert Kultur? Lockere Gesprächsrunden vor oder nach einer Aufführung, „in einem Saal mit 200 Plätzen geht das gut“, ist sie überzeugt: „Qualitativ hochwertiges Kindertheater haben wir bislang nicht.“ Kabarett, die Jazzkonzerte sollen wieder aufleben, die Frauenkulturtage, Oldesloer Bühne, Klangstadt und auch die Musikschule planen regelmäßige Aufführungen – aber vielleicht interessiert das Publikum ja etwas ganz anderes.

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