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Stormarner Wochenschau : Zeit allein ist auch keine Lösung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zwischen Gutes wollen und tuen, klaffen manchmal Welten. Mal geht man baden, mal kommt Murks raus ...

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erstellt am 21.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Baden gegangen

Neulich war ja der Oldesloer Hauptausschuss binnen Minuten geplatzt, weil Vorsitzende Angela Fehrmann über die Tagesordnung abstimmen ließ. Und weil die keine Mehrheit bekam, war’s das mit der Sitzung. Und diesmal? Eine zeitlang konnte man den Eindruck bekommen, alles wird gut. Die Themen wurden in großer Einmütigkeit verabschiedet. Bis der Tagesordnungspunkt Hallenbad aufgerufen wurde. Da ging dann gar nichts mehr.

Natürlich kann man sich fragen, wenn die CDU mit Uwe Möllnitz einen Schwimmbad-Experten hat, warum der dann nicht im Arbeitskreis sitzt. Vielleicht will er sich das in Oldesloe nicht antun, vielleicht hat er keine Zeit dafür oder was auch immer – das muss man akzeptieren! Auch wenn es schade ist, dass da ein Stück lokale Kompetenz unter Umständen fehlt. Mit diesem Fachwissen in der Hinterhand aber acht Monate später, wo der Arbeitskreis schon auf der Zielgraden ist, zu kommen und zu sagen: Dieses Gremium kann das nicht leisten, das braucht einen professionellen Dienstleister – also ganz ehrlich, das hat schon was. Wenn das Ergebnis so ist, wie wir es haben wollen, nehmen wir es, wenn nicht, gibt es einen Tritt in den Allerwertesten. Der Vorschlag hätte, wenn überhaupt, viel früher auf den Tisch gehört.

Dass daraus dann gleich wieder eine Beschlussunfähigkeit des Hauptausschusses resultiert, ist irgendwie symptomatisch für die Verhältnisse in der Oldesloer Politik. Das muss man sich nur mal vorstellen: Das Hallenbad kann nicht eröffnet werden, weil es keine Mehrheit über Zeiten und Preise gibt. Könnte passieren, wenn es so weiter geht. Aber da es ja noch keinen Eröffnungstermin gibt, bleibt ja noch Zeit, eine Lösung zu finden.

 

Murksmäßig

Die grüne Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag hat die Systematik, die im neuen Finanzausgleichsgesetz stecken soll, auch noch nicht gefunden, dafür aber in 90 Minuten mit der Stormarner Fraktionsspitze der Grünen, Landrat Klaus Plöger und Kreiskämmerin Christiane Maas aber viele gravierende Ungereimtheiten im Gesetzentwurf. Die Forderung von Landrat Plöger, den „Murks“ noch einmal intern zu überarbeiten, fand Stormarns Grünen-Sprecher Stefan Kehl zwar ziemlich schlau, Eka von Kalben konnte ihren Kieler Koalitionspartner aber natürlich nicht bloßstellen. Was sich in Politiker-Sprache so anhört, dass man nicht zu stolz und fein wäre, den Entwurf noch zu ändern. Nur: Kann aus Murks überhaupt noch was Vernünftiges rauskommen? Wie soll man es nennen, dass Kreise und Kommunen, die Gewerbe angesiedelt und gespart haben, für Busse, Bahnen und Stadttheater, für aufgeblähte Behördenapparate und politische Fehler in den Städten zahlen sollen – Fortschreitende Griechenlandisierung?

 

 

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