Ehepaar auf der Kanzel : Zarpen begrüßt seine neue Pastorin

Sonntag wird Pastorin Isabelle Wolffson in Zarpen von Propst Dr. Daniel Havemann eingesegnet.
Sonntag wird Pastorin Isabelle Wolffson in Zarpen von Propst Dr. Daniel Havemann eingesegnet.

Mit ihrem Mann Pastor Nils Wolffson möchte die Geistliche das Beste für die Gemeinde erreichen und an einem Strang ziehen.

shz.de von
03. März 2018, 08:00 Uhr

Isabelle Wolffson lebt seit zweieinhalb Jahren mit ihrem Mann und dem vierjährigen Sohn in Zarpen. Im Sommer 2015 trat Nils Wolffson die Pastorenstelle an, jetzt folgt ihm seine Frau mit einer halben Stelle. „Zusammen arbeiten wir 150 Prozent“, sagt sie. Es gebe zwar in der Evangelischen Kirche viele Pastoren-Ehepaare, doch sei es selten, dass beide in einer Gemeinde arbeiteten. „Für uns ist das ein Gewinn. Wir können uns austauschen und an einem Strang ziehen, die Gemeinde weiter aufbauen, das Beste für die Menschen geben und Präsenz zeigen. Das leben wir dann auch“, sagt die Pastorin.

Welche Bereiche die junge Pastorin, die an diesem Sonntag feierlich in der Zarpener Kirche eingesegnet wird, übernehmen wird, steht noch nicht ganz fest: „Wir befinden uns in einem Prozess. Sicher ist, dass ich die religionspädagogische Arbeit in der Kita übernehmen werde, mein Mann trägt den Hauptteil der Verwaltung und bleibt Vorsitzender des Kirchengemeinderats.“

Das Kirchspiel hat etwa 2500 Mitglieder und umfasst neun Dörfer rund um Zarpen. Gern arbeite sie mit Jugendlichen und Kindern, aber auch mit älteren Menschen zusammen. „Ich komme aus der Jugendarbeit in Bad Segeberg “, so Isabelle Wolffson. Nach der Konfirmation habe sie eine Teamerschulung gemacht, habe als Jugendliche Gottesdienste abgehalten und sei dort verwurzelt geblieben. Schließlich wurde aus ihrem verantwortungsvollen Engagement ein Berufswunsch. „Dadurch wurden meine ursprünglichen Pläne, Tierärztin zu werden, über den Haufen geworfen“, erinnert sie sich. Durch die Praxis sei ihre Motivation noch gewachsen. Sie möchte etwas bewegen, neue Ideen in die Gemeinde mit einfließen lassen, auf die Menschen zugehen, sie unterstützen, Jung und Alt ernst nehmen: „Ich komme mit einem ganze Potpourri von Ideen.“ Ihr sei es aber wichtig, dass sie neue Wege gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern beschreite. „Meine Arbeit ist vielschichtig, bietet mir viel Freiraum. Ich muss sehen, was die Gemeinde braucht und annimmt“, so die 33-Jährige. Die Zarpener seien offen und freuten sich, dass das Pastorenehepaar da sei, hätten beide mit offenen Armen empfangen.

„Wir fühlen uns hier wohl und haben vor, länger zu bleiben. Das bringt endlich wieder Ruhe in die Gemeinde“, betont die junge Pastorin, die nach ihrem Theologiestudium in Bethel, Berlin und Kiel gerade ihr Vikariat in der Gemeinde in Krummesse beendet hat. Die Gemeinde habe es ihr und ihrem Mann leicht gemacht, sich in Zarpen zu Hause zu fühlen. Das sei eine gute Basis für neue Projekte. Eine Idee konnte die Geistliche bereits vor dem Begrüßungsgottesdienst in die Tat umsetzen: Eine Spielecke in der Kirche. Außerdem möchte sie den großen Pastoratsgarten noch mehr für Aktivitäten öffnen. „Mit dem Begrüßungsgottesdienst erfüllt sich ein lang gehegter Traum für uns“, ergänzt ihr Mann Pastor Nils Wolffson.

>Isabelle Wolffson hält ihre Antrittspredigt mit dem Thema „Der Segen als Geschenk“ und wird von Propst Dr. Daniel Havemann feierlich eingesegnet. Los geht es an diesem Sonntag, 4. März, um 14 Uhr in der Zarpener Kirche unter Mitwirkung der Teamergruppen, der Kantorei und des Posaunenchors.

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