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Defensivschwäche : Zapel hat die „Dreierkette“ noch nicht abgeschrieben

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Defensive fehlt es dem abstiegsbedrohten Fußball-Regionalligisten SV Eichede an Stabilität. Trainer Oliver Zapel denkt dennoch darüber nach, auch morgen gegen Eintracht Norderstedt mit einer Dreierkette spielen zu lassen.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Die Reihen lichten sich wieder: In der Winterpause ergänzte Aufsteiger SV Eichede seinen Leistungskader mit neun neuen Spielern, um in der Fußball-Regionalliga den Klassenerhalt zu schaffen. Einer davon war Lamin Jawla. Der 23-Jährige gehört allerdings nicht mehr zum Kreis der SVE-Kicker, nachdem er einige Trainingseinheiten verpasst und zuletzt unentschuldigt beim Spiel der SH-Ligamannschaft gegen Schilksee gefehlt hatte. Ein weiterer Wintertransfer war Marc Kemo Kranich, von dem der SVE bislang auch nicht viel hatte.

Der Offensivkicker, der bei seiner Großmutter in Ahrensburg lebt und mit der Empfehlung von zuvor 35 Regionalliga-Einsätzen (vier Tore) für Hannover 96 II und den FC St. Pauli II zu seinem Ex-Club zurückgekehrt war, sollte mit seiner Erfahrung in vertrauter Umgebung helfen. Schon von der C- bis zur A-Jugend hatte Kranich bei den Steinburgern gespielt, ehe er 2009 zum SC Concordia Hamburg wechselte. Bislang jedoch kam Kranich nur zu einem Regionalliga-Einsatz im Dress des SVE. Am 16. Februar zog sich der 22-Jährige in Havelse nach sechzig Minuten einen Innenbandriss im Knie zu und spielte seitdem keine Rolle mehr.

Doch nicht nur aufgrund seiner Verletzung ist Kranich aktuell keine Option. „Es sind auch private Dinge dafür verantwortlich, über die ich nichts sagen kann“, erklärte Trainer Oliver Zapel auf Nachfrage. „Im Moment ist bei ihm an Fußball nicht zu denken, es gehen andere Dinge vor. Wir versuchen ihn zu unterstützten. Ob er in einem der noch sieben ausstehenden Partien dabei sein kann, ist fraglich. Kemo bekommt von uns aber alle Zeit der Welt, um seine privaten Dinge zu Regeln.“

Die Offensive ist allerdings ohnehin nicht die Achillesferse der Stormarner. In der Partie bei Mitaufsteiger Eintracht Norderstedt (zuletzt acht Partien ohne Niederlage) kann Zapel nämlich auf Haris Huseni (Oberschenkelverhärtung) und Andre Kossowski (Nasenbeinbruch) zurückgreifen, die nach dem letzten Spiel auszufallen drohten. Beide können also ihren Beitrag dazu leisten, die Negativserie von 17 sieglosen Partien in Folge zu beenden.

Dazu werden die Eicheder aber ihre Abwehr stabilisieren müssen. Die ist die größte Baustelle des Tabellenschlusslichts. Allein in den vergangenen sechs Partien kassierten die Stormarner 22 Gegentore – mit insgesamt 64 Gegentreffern sind die Eicheder die „Schießbude“ der Liga. Wollen die Stormarner sich aus dem Keller arbeiten, muss hier der Hebel angesetzt werden. Zuletzt reichten gegen Goslar nicht einmal mehr vier eigene Treffer, um zu punkten. Das „Experiment“ einer Dreierkette brachte nicht die erhoffte Stabilität. Trotzdem denkt der SVE-Coach über einen zweiten Versuch nach. „Grundsätzlich ist das Experiment bei fünf Gegentoren natürlich nicht aufgegangen. Doch in der Offensive haben wir auch davon profitiert. Deshalb werden wir situativ entscheiden, was wir gegen Norderstedt tun werden“, so Zapel, dessen Elf im Hinspiel gegen den aktuellen Tabellenzehnten eine 4:6-Schlappe kassiert hatte. Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, Ochsenzoller Straße 58, 22848 Norderstedt.

Schiedsrichter: Sven Schlickmann (Ganderkesee).

Nicht dabei: Moritz Hinkelmann (Bänderriss im Sprunggelenk), Malte Buchholz (Urlaub), Kemo Kranich (Innenbandriss im Knie) sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic; Fraglich: Malik Issahaku und Jakub Heidenreich (beide Magen- und Darmgrippe).

Voraussichtliche Aufstellung: Lucassen – Fischer, Jan-Ole Rienhoff, Issahaku (Marschner), Heidenreich – Koops, Baloki – Alassani, Maltzahn, Kossowski (Khalil) – Huseni.

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