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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 09:06 Uhr

Wiedergutmachung : Zapel erwartet Trotzreaktion

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oliver Zapel, Trainer des SV Eichede, fordert nach dem 5:5 in der SH-Liga zuletzt gegen den SV Henstedt-Ulzburg eine Reaktion von seinem Team. Gegen den FC Angeln erwägt der Coach eine Veränderung der Startformation.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Für objektive Fußballinteressierte war das SH-Liga-Spiel am vergangenen Wochenende im Ernst-Wagener-Stadion ein wahres Spektakel. Zehn Tore, eine abwechslungsreiche Schlussphase, an deren Ende es nach 5:1-Führung für den SV Eichede nur noch 5:5 gegen Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg stand. Für SVE-Coach Oliver Zapel Grund genug, das Sportgelände an der Matthias-Claudius-Straße nach dem Abpfiff umgehend zu verlassen. „Das war reiner Selbstschutz, ich musste erst einmal runterfahren. Da ist einiges über uns zusammengebrochen, so dass es für alle Beteiligten besser war, das ich mich zurückziehe“, erklärte Zapel.

Der Stachel der Enttäuschung beim 46-Jährigen saß tief und hinterließ deutliche Spuren, deren Auswirkungen sich auch noch Tage nach der spektakulären Schlussphase bemerkbar machten. „Ich konnte in der Nacht nach dem Spiel nicht schlafen, war so aufgewühlt. Alles kam noch einmal hoch“, so Zapel. Die Wachphase nutzte der Coach zu einer ersten Videoanalyse. Seine Erkenntnis: „Wir sind gerade mental noch lange nicht da, wo wir stehen müssten, es fehlt an Stabilität.“ Doch nicht nur das. „Ein Fehlverhalten im taktischen und technischen Bereich war offensichtlich. Statt den Ball beim Stand von 5:3 mal wegzuschlagen, wurde immer noch versucht, etwas spielerisch zu lösen. In so einer Situation, wo kaum ein Akteur noch einen klaren Gedanken gefasst und es an Leidenschaft in entscheidenden Zweikämpfe gefehlt hat, sind einfache Dinge gefordert. Das sind Tugenden um Siege und Meisterschaften zu erringen. Doch davon war bei uns nichts zu spüren“, bemängelte Zapel.

Der Trainer der „Bravehearts“ hofft am Sonnabend (15 Uhr) beim Aufsteiger FC Angeln auf eine Trotzreaktion, befürchtet aber noch ernsthafte Nachwehen aus dem vergangenen Spiel. „Das ist eine nicht zu unterschätzende Konstellation. Wenn man 70 Minuten überzeugt, danach total versagt, ist das sicherlich nicht alltäglich. So etwas steckt man nicht innerhalb einer Woche weg“, befürchtet der Coach. Er hat aber einen Plan B in der Tasche. „Die Jungs wissen selbst, was sie verkehrt gemacht haben, dass wir fast alle Gegentore durch kapitale Fehler eingeleitet haben. Deshalb habe ich mir im Training alles ganz genau angeschaut und werde womöglich auf Spieler zurückgreifen, die zuletzt Ansprüche angemeldet haben“, überlegt der Coach des Regionalliga-Absteigers. Die anstehende Partie kommt für Zapel einer Herausforderung gleich, „nach einer brutalen Wunde, die uns zugefügt wurde und auf die ich persönlich auch gerne verzichtet hätte.“

Anpfiff: Sonnabend (15 Uhr), Sportplatz an der Dorfstraße 4, 24888 Steinfeld.

SR: Nils Klöhn (Meldorf).

Nicht dabei: Simon Koops, Jan Plate (beide Urlaub), Simon Krämer, Marcel Anton (beide im Aufbautraining nach Verletzung), Dennis Wagner (Langzeitverletzt).

Voraussichtliche Aufstellung: Barkmann – J.-O. Rienhoff, Buchholz, Marschner – Kossowski, Seiler, Heidenreich, Fischer – Baloki, Janelt, Maltzahn.


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